München
16.04.2020 - 15:21 Uhr

Corona-Maßnahmen: Bayern lockert schrittweise

Die Schulen nehmen ab 27. April den Betrieb langsam wieder auf, Geschäfte bis 800 Quadratmeter dürfen unter Bedingungen aufmachen, ein Maskengebot im öffentlichen Raum: In kleinen Schritten lockerte der Freistaat die Anti-Corona-Maßnahmen.

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in der Bayerischen Staatskanzlei. Bild: Peter Kneffel/dpa
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung in der Bayerischen Staatskanzlei.

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Ab kommenden Montag ist im Freien auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Änderung, mit der Bayern auf die bundesweit vorherrschende Linie einschwenkt, gab Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in München bekannt. Zudem beschloss die Staatsregierung Stufenpläne zur langsamen Wiedereröffnung der Schulen und von Geschäften.

Nach den coronabedingten Schulschließungen soll der Betrieb dort ganz langsam wieder anlaufen: Ab dem 27. April sollen Abschlussklassen an den Gymnasien, Real- und Mittelschulen als erste wieder zurück an die Schulen dürfen, ebenso Meisterklassen. Frühestens ab dem 11. Mai sollen an diesen Schulen die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen, also etwa die derzeitigen Elftklässler an Gymnasien und die jetzigen Neuntklässler an Realschulen.

Die Wiedereröffnung kleinerer Geschäfte erlaubt Bayern, das vom Coronavirus besonders betroffen ist, mit einer Woche Verzögerung gegenüber dem am Mittwoch beschlossenen allgemeinen Bund-Länder-Fahrplan: Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern dürfen im Freistaat ab dem 27. April wieder öffnen.

In Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sollen Menschen in Bayern Schutzmasken über Mund und Nase tragen. Sollte das nicht ausreichen, "erwägen wir dann auch eine Maskenpflicht", sagte Söder.

Fußball-Bundesliga: Geisterspiele denkbar

Im Fall eines Neustarts der Fußball-Bundesliga hält Söder Spiele ohne Zuschauer für nicht ausgeschlossen. Man werde die Möglichkeit von Geisterspielen in den nächsten Wochen diskutieren. "Die Liga selber erstellt ein intensives, und wie ich auf den ersten Blick sehe und höre, sehr gutes" Hygienekonzept, sagte Söder. "Wir werden es jetzt nochmal genau bewerten und dann muss man sehen, ob man Geisterspiele erlaubt. Also Spiele mit Zuschauern sicher nicht, aber das andere muss man bewerten."

Söder verwies darauf, dass die "Relevanz von Fußball möglicherweise nicht allein in der finanziellen Wirkung liegt, sondern auch in der psychologischen Wirkung". Der Fußball sei für "sehr viele Menschen" ein "Teil von Freude".

Die Bundesliga pausiert wegen der Corona-Krise noch mindestens bis Ende April. Die für diesen Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga zu weiteren Maßnahmen wurde auf den 23. April verlegt.

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