24.08.2026 - 08:49 Uhr

Dr. Dre über KI: „Sehe das nicht als Bedrohung“

Viele Musiker rümpfen bei künstlicher Intelligenz die Nase. Ganz anders der legendäre Musikproduzent Dr. Dre. Warum hat er jetzt in einem Interview verraten.

Rapper Dr. Dre produzierte er erfolgreiche Kollegen wie Tupac Shakur, Snoop Dogg, Eminem, Kendrick Lamar und 50 Cent. (Archivbild) Bild: Jordan Strauss/Invision/AP/dpa
Rapper Dr. Dre produzierte er erfolgreiche Kollegen wie Tupac Shakur, Snoop Dogg, Eminem, Kendrick Lamar und 50 Cent. (Archivbild)

Anders als andere Musiker hat der legendäre US-Rapper und Musikproduzent Dr. Dre („The Next Episode“, „Forgot About Dre“) nichts gegen den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Musik. „Ich sehe das nicht als Bedrohung. Ich denke, die einzigen Leute, die das als Bedrohung sehen, sind diejenigen, die Schwierigkeiten haben, kreativ zu sein“, sagte der 61-Jährige in einem Interview mit der „New York Times“. 

Der Musiker berichtete von einer Diskussion, die er mit ein paar Leuten geführt habe. „Sie waren gegen KI, und ich sagte: "Okay, du klingst wie jemand, der auch gegen die Drum Machine gewesen wäre, als sie herauskam."“ Es sei ein neues Werkzeug für Kreativität. „Manche Leute haben Angst, Neues zu lernen. Ich befürworte es. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, was damit passieren wird“, sagte der Rapper weiter.

Auf die Frage, ob er selbst KI beim Musikproduzieren benutze, sagte er: „Ja, ich benutze sie. Noch einmal: als Werkzeug, um zu sehen, was sie mit dem macht, was ich gerade gemacht habe.“ 

Madonna: KI ist das Gegenteil von Kunstschaffen

Andere Musiker sehen die Technologie kritischer. Popstar Madonna (68) lehnt die Technologie in der Kunst ab: „Algorithmen und künstliche Intelligenz sind das Gegenteil von Risikobereitschaft - und für mich ist das das Gegenteil von Kunstschaffen“, sagte die Queen of Pop vor Kurzem im Gespräch mit „Vogue Italia“. 

Rapperin Doja Cat (30) kritisierte den Rapper Tyga kürzlich für den Einsatz von KI auf dessen neuen Album. Beide Künstler haben bereits mehrfach zusammengearbeitet. Der 36-jährige Tyga hatte kürzlich in einem Interview zugegeben, auf KI bei der Produktion seines Albums „$TARFACE“ zurückgegriffen zu haben. Das Musikmagazin „Pitchfork“ gab dem Album in einer Kritik „0,0“ Punkte und nannte es „ein Stück Scheiße“. 

Rockstar Peter Maffay ist hingegen überzeugt, dass mit KI erzeugte Songs nicht mit menschengemachter Musik mithalten können. „KI kann nicht schwitzen, kann nicht weinen. Das ist eine humane Qualität“, sagte der 76-Jährige vor einigen Wochen.

© dpa-infocom, dpa:260824-930-573568/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.