Deutschland und die Welt
09.06.2020 - 10:57 Uhr

Eishersteller sehen Trend zu weniger Zucker

Weniger Zucker, lokale Früchte: Auch beim Eis gibt es einen Trendwechsel, merken die Eishersteller. Ziemlich traditionell seien bei der Eiswahl dabei Kinder.

Nach dem schweren Saisonstart durch die Corona-Pandemie hoffen die Eisverkäufer nun auf einen besseren Sommer. Bild: Fredrik von Erichsen/dpa
Nach dem schweren Saisonstart durch die Corona-Pandemie hoffen die Eisverkäufer nun auf einen besseren Sommer.

Beim Eiskonsum macht sich nach Angaben der italienischen Speiseeishersteller ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein bemerkbar.

„Der Trend ist, dass die Leute auch beim Eis immer leichter essen wollen. Mit weniger Zucker und frischen Zutaten“, sagte Annalisa Carnio, Sprecherin der Union der italienischen Speiseeishersteller in Deutschland (Uniteis). Gerade bei heißem Wetter sei Fruchteis angesagt, beispielsweise aus lokalen Früchten wie Blaubeere, Waldbeere oder Birne.

Nach Beobachtung von Carnio sind Kinder bei der Eiswahl allerdings nicht besonders experimentierfreudig. „Kinder sind eher konservativ und bevorzugen Sorten wie Zitrone, Schokolade, Stracciatella oder Erdbeere.“

Nach dem schweren Saisonstart durch die Corona-Pandemie hoffen die Eisverkäufer nun auf einen besseren Sommer. „Die meisten sind direkt aus der Winterpause in die Corona-Krise gekommen“, sagte Carnio. In den sonst so umsatzstarken Frühjahrsmonaten habe es massive Einbrüche gegeben. „Dennoch sind die meisten optimistisch und haben die Hoffnung: Jetzt geht's los.“ Natürlich gebe es noch immer Hindernisse - wie der Abstand beim Straßenverkauf oder dass Terrassen nicht ganz voll belegt werden könnten.

Der Verband, der um die 1000 Mitglieder mit etwa 2200 Eisdielen in Deutschland umfasst, wählt alljährlich auch das Eis des Jahres. 2020 fiel die Wahl auf „Goldene Milch“, eine Variation der Sorte Fior di latte, ergänzt mit Kurkuma und Ingwer. Die Sorte wird auch in der laktosefreien Variante angeboten, „denn es gibt immer mehr Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten“, sagt Carnio.

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