Ein Treffen mit dem Ex der neuen Freundin kann manchmal sehr unangenehm sein – im Fall eines 48-Jährigen in Hof wurde es sogar gefährlich. Statt eines unaufrichtigen "Hallo, schön dich kennenzulernen" gab es für den "Neuen" eine gespannte Armbrust, die der Vorgänger auf ihn gerichtet hatte. Wie die Polizei am Donnerstag berichtet, wollte eine 32-jährige Frau am Mittwochabend ihre persönlichen Sachen aus der Wohnung ihres 39-jährigen Ex-Freunds holen. Der neue Freund kam mit. Als das neue Paar gegen 21 Uhr an der Wohnung ankam, stand der Ex mit "einer gespannten Armbrust hinter seiner Wohnungstür und zielte durch ein geöffnetes Fensterchen in der Tür" auf den 48-Jährigen. Dieser reagierte laut Polizeibericht geistesgegenwärtig, griff durch das Fenster und fixierte den hinter der Tür stehenden Mann. Die Frau, so schreibt die Polizei, sperrte die Tür auf, der Freund schob den Ex ins Schlafzimmer und hielt die Zimmertür zu, damit seine Freundin ihre Sachen packen konnten. Dann verließen sie die Wohnung, verständigten aber nicht die Polizei.
Schuss in den Fuß der Frau
Das tat laut Bericht "kurioserweise" der Mann mit der Armbrust. Er sagte den Beamten, dass er in seiner Wohnung zusammengeschlagen wurde. "Nach Rücksprache mit dem Pärchen stellte sich dann der wahre Sachverhalt heraus", der 39-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die Frau gab zudem an, dass ihr Ex-Freund ihr an Silvester mit einer Luftpistole in den Fuß geschossen hatte. Der verständigte Staatsanwalt ordnete eine Blutentnahme an – der 39-Jährige hatte 2,14 Promille – und ließ die Wohnung des Mannes durchsuchen. Dort fanden die Beamten neben der Armbrust mit den dazugehörigen Pfeilen auch eine Luftpistole, eine Axt und ein Messer zur Gefahrenabwehr. Der Mann durfte zunächst wieder nach Hause, wird sich jedoch in einem Strafverfahren verantworten müssen. Auch gegen den neuen Freund wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, weil er den Ex geschlagen haben soll.

















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