12.04.2026 - 07:15 Uhr

Expertin: Blitzermarathon wirkt nur kurzfristig

Der Blitzermarathon startet zu Wochenbeginn: Warum die meisten Autofahrer schon bald wieder Gas geben und was Experten für mehr Sicherheit auf den Straßen fordern.

Regelmäßige Kontrollen sollen dazu beitragen, die Zahl der Verstöße gegen die Höchstgeschwindigkeit zu verringern. (Archivfoto) Bild: Christoph Soeder/dpa
Regelmäßige Kontrollen sollen dazu beitragen, die Zahl der Verstöße gegen die Höchstgeschwindigkeit zu verringern. (Archivfoto)

Von Montag an ist die Polizei wieder Temposündern auf der Spur: Ob verstärkte Geschwindigkeitskontrollen in einem befristeten Zeitraum wie bei der nun anstehenden Kontrollwoche eine langfristige Wirkung haben, gilt als zweifelhaft. „Ein Blitzermarathon sorgt für eine kurzzeitige Aufmerksamkeit für das Thema Geschwindigkeit. Das ist erst einmal eine gute Sache, aber es wirkt nicht dauerhaft“, sagte die Leiterin der Unfallforschung im Gesamtverband der Versicherer (GDV), Kirstin Zeidler, der Deutschen Presse-Agentur. 

„In dem Zeitraum wird dann sehr diszipliniert gefahren, weil man Sorge hat, erwischt zu werden. Wir wissen aber auch, dass die Sensibilisierung kurz danach wieder nachlässt.“

Die Polizei startet am Montag in fast allen Bundesländern einen sogenannten Blitzermarathon. Er läuft bis zum kommenden Sonntag. Anders als zuletzt ist diesmal auch Berlin daran beteiligt. 

Kirstin Zeidler plädiert für konsequente Kontrollen über die „Speedweek“ hinaus: „Nachhaltigkeit erreicht man durch eine Mischung von festen und mobilen Blitzern“, so die Expertin.

© dpa-infocom, dpa:260412-930-933471/1

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