14.09.2018 - 10:36 Uhr
Deutschland & Welt

Falscher Neffe ergaunert Gold und Schmuck

Schon länger ist die Polizei in Oberfranken mit verschiedenen Arten des Enkeltricks beschäftigt. Am Donnerstagabend schlugen die Täter im Kreis Bayreuth zu und ergaunerten Gold und Schmuck im Wert einer sechsstelligen Summe.

Symbolbild
von Elisabeth Saller Kontakt Profil

Als angebliche Enkel, hilfebedürftige Verwandte oder falsche Polizeibeamte gaben sich mindestens 18 Anrufer in den vergangenen 24 Stunden bei Senioren in Oberfranken aus, um an deren Geld zu kommen, meldet die Polizei am Freitagvormittag. So gelang es "höchst professionellen Straftätern", einen Senioren im Kreis Bayreuth durch geschickte Gesprächsführung von einer finanziellen Notlage eines Neffen zu überzeugen. In der Hoffnung, diesen von einem hohen wirtschaftlichen Verlust zu bewahren, übergab der Senior an einen vermeintlichen Bekannten seines Neffen Schmuck und Goldmünzen im Wert einer sechsstelligen Summe, heißt es im Polizeibericht.

Der Abholer wird folgendermaßen beschrieben: Er ist etwa 30 bis 35 Jahre alt, 168 Zentimeter groß, hat eine untersetzte Figur, kurze, dunkelblonde Haare und ein osteuropäisches Aussehen. Er trug Jeans und ein blau-weiß kariertes Hemd.

Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen dazu übernommen. Bei anderen Fällen gab es keine Geldübergabe. Das Polizeipräsidium Oberfranken rät dennoch vor allem älteren Menschen:

  • "Seien Sie skeptisch, wenn Sie telefonisch um Geld gebeten oder Sie über Ihre Vermögensverhältnissen ausgefragt werden. Die echte Polizei würde so etwas niemals tun."
  • "Übergeben Sie keinem Fremden Geld, auch wenn er angeblich von Verwandten geschickt wurde."
  • "Vergewissern Sie sich durch einen Rückruf, ob ein Verwandter tatsächlich finanzielle Hilfe benötigt oder holen Sie sich Rat bei Vertrauenspersonen oder Freunden."

An die Bankmitarbeiter appelliert die Polizei: "Seien Sie misstrauisch, wenn eine ältere Person einen hohen Geldbetrag abheben möchte. Bedenken Sie, dass die Senioren ihre finanzielle Lebensleistung verlieren könnten. Informieren Sie umgehend die Polizei, wenn Sie einen Betrugsverdacht hegen."

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