11.01.2019 - 12:06 Uhr
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Neue Erkenntnisse im Fall Monika Frischholz

Über 25 Hinweise zum Verbleib der verschwunden Monika Frischholz hat die Polizei seit Dezember abgearbeitet. Die Beamten konnten einen Verdacht ausräumen, aber auch neue Erkenntnisse gewinnen. Das LKA München hat eine Belohnung ausgesetzt.

Monika Frischholz. Die Kripo geht mittlerweile davon aus, dass das Mädchen am 25. Mai 1976 in den Nachmittags- oder Abendstunden noch in unmittelbarer Ortsnähe auf ihren späteren mutmaßlichen Mörder getroffen ist. Der Ablageort der Leiche ist bis heute nicht gefunden.
von Eva Hinterberger Kontakt Profil

Die im Dezember von der Polizei Weiden gegründete "EG Froschau" hat mittlerweile mehr als 25 Hinweise zum möglichen Verbleib der am 25. Mai 1976 in Flossenbürg (Kreis Neustadt/WN) verschwundenen Monika Frischholz erhalten. Das teilte das Polizeipräsidium Oberpfalz am Freitagnachmittag, 11. Januar, in einer Pressemitteilung mit. "Die Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass das Mädchen ermordet worden ist", heißt es weiter. Die Ermittler hätten aus den Hinweisen wertvolle Erkenntnisse gewinnen können. "Die EG Froschau bedankt sich für die bisherige Unterstützung aus der Bevölkerung und hofft auf weitere Mitteilungen."

Kripo rollt Fall neu auf

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Zudem konnten die Kriminalbeamten einen alten Verdacht ausräumen. So hatte es 1976 einen Zeugenhinweis gegeben, dass Monika im nahegelegenen Ort Floß in ein gelbes Auto gestiegen wäre. Das Fahrzeug sei mit dem Teilkennzeichen „LÜ“ für Lüdenscheid oder Lünen versehen gewesen. Die "EG Froschau" konnte nun eine Zeugin ausfindig machen, die Monika Frischholz "zum Zeitpunkt ihres Verschwindens zum Verwechseln ähnlichgesehen hatte", teilt die Polizei mit. Diese lebte zur damaligen Zeit Floß und wurde von den Beamten befragt. Nach den vorliegenden Erkenntnissen und der Zeugenaussage der Frau gehen die Ermittler davon aus, dass der Hinweis auf das Auto nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Monika Frischholz steht.

Die damals 12-jährige Monika Frischholz war am Nachmittag des 25. Mai.1976 gegen 15.30 Uhr das letzte Mal in ihrem Heimatort Flossenbürg gesehen worden. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus am Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch verschiedene Zeugenhinweise konnte die Polizei damals den Fußweg des Mädchens rekonstruieren. Ein aktueller Zeugenhinweis ermöglichte es den Beamten nun, den Weg noch ein Stück weiter nachzuvollziehen. Der letzte Sichtkontakt war demnach im Bereich Ortsausgang Flossenbürg auf Höhe der Abzweigung nach Waldkirch. Dort knüpft nun die weitere Suche der „EG Froschau“ an.

Hier verschwand Monika Frischholz

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„Am Beispiel dieser neuen Erkenntnisse zeigt sich, wie wertvoll auch weiterhin Hinweise aus der Bevölkerung für unsere Ermittlungsarbeit sind. Dank des Zeugen, kann nun der Weg von Monika bis zum ehemaligen Steinbrunnen unmittelbar vor der Abzweigung Waldkirch nachvollzogen werden. Die Beobachtungen müssen dabei nicht zwingend selbst gemacht worden sein. Wir überprüfen auch alle Hinweise vom Hörensagen“, sagt Armin Bock, Leiter der Ermittlungsgruppe bei der Kriminalpolizeiinspektion Weiden.

Die Ermittler hoffen nun auf weitere Hinweise. Sie appellieren, auch vermeintlich unwichtige Informationen an die Kriminalisten zu übermitteln. Bei der Bearbeitung der bisherigen Hinweise stellten sie fest, dass sich Zeugen der Wichtigkeit ihrer Informationen oft gar nicht bewusst waren oder irrtümlich geglaubt haben, die Polizei hätte das Mitgeteilte ohnehin schon gewusst.

„Mord verjährt nie. Wir werden weiterhin alles dafür tun, den Fall doch noch aufzuklären. Monika war ein fröhliches Kind. Auch nach 42 Jahren haben es die Angehörigen und die Gesellschaft verdient, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt,“ betont Kriminalhauptkommissar Bock.

"Die Monika ist weg"

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Belohnung:

Das BLKA München setzte für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro aus. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein.

Es wird um Verständnis gebeten, dass keine weiteren Details zu den neuen Erkenntnissen und den laufenden Ermittlungen bekannt gegeben werden können.

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