Dasing.So provisorisch wie sich der neue Salon gibt, ist das jüngste Stück der "Süddeutschen Karl-May-Festspiele" in Dasing beileibe nicht. Die Bühne blieb vom Feuer verschont. Regisseur und einer der Hauptdarsteller Peter Görlach hat wieder tief in die Radebeuler Wundertüte gegriffen und für die aktuelle Spielzeit die Geschichte "Im Tal des Todes" bearbeitet. Am Samstag, dem Tag des großen Blutmondes, war dann große Premiere mit vielen Ehrengästen.
Glücksritter und Banditen
Dabei war nach dem Brand gar nicht klar, ob es überhaupt weitergehen würde. Im Publikum sitzt am Samstagabend auch Schirmherr und Ex-Staatsminister Thomas Goppel, der in seiner Kindheit die Karl-May-Abenteuer mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen haben will. Die örtlichen Politiker sagen vollmundig ihre Unterstützung zu und preisen die überregionale Ausstrahlung der Festspiele.
Helmut Urban feiert heuer Jubiläum. Seit zehn Jahren gibt er den Old Shatterhand. Zunächst in Winzendorf, seit sieben Jahren in Dasing. Am Premierentag wird er 47. Klar, dass auch sein Freund Winnetou auf offener Bühne in die Happy-Birthday-Hymne des Publikums einstimmte. Das Winnetou-Kostüm hat sich wieder Matthias M. angezogen.
Mit dem gleichnamigen Spielfilm aus den Sechzigern hat die Geschichte nichts zu tun. Es geht um Glücksritter und Banditen im Indianerland. Um den Marikopa-Häuptling Hehata-Schanteh, der den Tod des Wächters dieses Tales rächen will und natürlich aufs falsche Pferd setzt, bis ihm die beiden Blutsbrüder davon überzeugen können, dass seine weißen Freunde mit gespaltener Zunge sprechen. Gemeinsam stehen sie Paloma-Nakana bei, der Tochter des größten Baumwollfabrikanten der Gegend.
Görlach wäre nicht Görlach, wenn er nicht wieder atemberaubende Stunts in seine Geschichte einbauen würde. Prügeleien mit Winnetou, Pferde, die über Feuer springen und ohrenbetäubende Schießereien und Explosionen. Für den amüsanten Teil zeichnen Sam Hawkins (Michael Englert) und Lord Emery Eagle (Björn Trenner) verantwortlich.
Noch bis 9. September
Erstmals dabei: Randa vom Ecknachtal, eine Schäferhündin. Sven Kramer spielt einen skrupellosen US-Senator, der es nur auf Gold abgesehen hat und Volker Waschk, Mitglied der Geschäftsleitung der "Süddeutschen Karl-May-Festspiele", gibt den jugendlichen Helden Martin Adler. Dazu kommen Dutzende Cowboys und Indianer als Nebendarsteller. Winnetou und Shatterhand kämpfen noch bis Seite an Seite bis zum 9. September jeweils am Samstag und Sonntag.
www.karlmay-festspiele.de.













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