22.09.2026 - 04:31 Uhr

Geldwäsche-Prozess um versteckte Million in Auto

Im September 2025 halten Polizisten einen Wagen auf der Autobahn 7 an. Auf die Frage, ob er Bargeld bei sich habe, antwortet der Fahrer mit Nein. Warum er jetzt vor Gericht stehen soll.

Für den Prozess am Kemptener Landgericht ist nur ein weiterer Verhandlungstermin angesetzt. (Archivbild) Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Für den Prozess am Kemptener Landgericht ist nur ein weiterer Verhandlungstermin angesetzt. (Archivbild)

Nach dem Fund einer versteckten Million Euro in bar in einem Auto in Schwaben soll heute (9.00 Uhr) im Allgäu ein Prozess gegen den Fahrer beginnen. Dem 60-Jährigen wirft die Anklage laut Landgericht Kempten vorsätzliche Geldwäsche vor. 

Schleierfahnder hatten den Wagen im September 2025 auf der Autobahn 7 nahe Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) gestoppt. Bei der Kontrolle des Autos fanden die Beamten in verschiedenen Verstecken insgesamt rund eine Million Euro in bar - aufgeteilt auf mehrere Bündel. Auch auf Goldbarren stießen die Polizisten in dem Wagen. Die Generalstaatsanwaltschaft München geht davon aus, dass Geld und Gold aus nicht näher benannten Straftaten stammen.

In Bayern werden immer wieder größere Mengen Bargeld gefunden, wenn Schleierfahnder Autos an Autobahnen kontrollieren. Oft handelt es sich dabei um fünf- bis sechsstellige Summen. Wenn die Fahrer nicht erklären können, woher das Geld stammt und wofür es genutzt werden soll, können die Polizisten es für eine Einziehung sicherstellen.

© dpa-infocom, dpa:260922-930-723292/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.