18.11.2019 - 13:37 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Gewalt gegen Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes steigt

Vor allem die psychische Gewalt gegenüber Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes sei laut einer Mitgliederbefragung des Bayerischen Beamtenbunds (BBB) gestiegen. Genaue Zahlen dazu sollen kommendes Jahr erhoben werden.

Albert Füracker vor Beginn einer Kabinettssitzung in der bayerischen Staatskanzlei.
von Agentur DPAProfil

Die Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes nimmt zu. Das teilten Rolf Habermann vom Bayerischen Beamtenbund (BBB) und Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Montag in München mit. Aktuelle Zahlen legten die beiden nicht vor, sie versprachen aber eine derartige Erhebung für das kommende Jahr.

„Es gibt immer mehr Menschen, die eine für sie nachteilige Entscheidung nicht akzeptieren“, sagte Finanz- und Heimatminister Füracker, der gleichzeitig der oberste Beamte im Freistaat ist. BBB-Chef Habermann sagte: „Die Rückmeldungen unserer Mitglieder haben uns gezeigt, dass Gewalt am Arbeitsplatz und gegen die Beschäftigten ein ernstzunehmendes Problem geworden ist.“ Neben der physischen Gewalt sei vor allem die psychische Gewalt gestiegen.

Um sich gegen Attacken zu wappnen, sollen die Staatsbediensteten Abwehrmechanismen erlernen, kündigte Füracker an. Mit einem „umfassenden Schulungskonzept“ würden sie auf Angriffe vorbereitet.

In freiwilligen Online-Kursen sollen sie lernen können, psychische Gewalt bereits im Keim zu ersticken. Geplant seien mehrere Module, die ab sofort erarbeitet werden. Außerdem sollen Betroffene Rechtsbeistand vom Finanzministerium erhalten, beispielsweise wenn sie Schmerzensgeld vor Gericht geltend machen wollen.

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