19.05.2021 - 14:54 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

"Gigabit-Offensive" in Bayern

Für die meisten Oberpfälzer ist schnelles Internet inzwischen Realität, die letzten Lücken werden gerade geschlossen. Heimatminister Füracker verkündet zum Breitbandausbau deshalb eine Erfolgsbilanz.

Leerrohre für das spätere Verlegen von Glasfaserkabeln für den Breitband-Internetausbau liegen vor einer Horizontalbohrmaschine neben einer Kreisstraße.
von Jürgen UmlauftProfil

In der Oberpfalz werden nach Abschuss des bayerischen Breitbandförderprogramms mehr als 99 Prozent aller Haushalte über schnelles Internet mit einer Übertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) verfügen. Dies kündigte Heimatminister Albert Füracker (CSU) in seiner Bilanz nach Abschluss der Antragsfrist am 31.12.2020 an. Insgesamt haben sich 223 der 226 Kommunen in der Oberpfalz an dem Programm beteiligt, knapp 150 Millionen Euro an Fördergeldern sind bereits in den Bezirk geflossen. Insgesamt sind damit aktuell 7000 Kilometer Glasfaserkabel verlegt worden. Zudem gibt es in der Oberpfalz derzeit 2814 öffentliche WLAN-Hotspots in 139 Kommunen. Gut 30 weitere wollen folgen.

Füracker sprach vom "erfolgreichsten technischen Infrastrukturprogramm der letzten Jahre". Bayernweit hätten sich 1815 Kommunen beteiligt, 1,2 Milliarden Euro an Fördergeldern seien ausgereicht worden. Inzwischen würden mehr als 97 Prozent der bayerischen Haushalte über schnelles Internet verfügen, im ländlichen Bereich seien es schon 93,2 Prozent. Die Schere zwischen städtischen und ländlichen Regionen schließe sich damit. Nach Abschluss aller Maßnahmen werde die bayernweite Anschlussquote bei über 99 Prozent liegen. Füracker betonte, dass mit der neu gestarteten "Gigabit-Offensive" noch schnellere Anschlüsse möglich würden. Mit einem eigenen Programm werde der Anschluss von Schulen sowie Kranken- und Rathäusern gefördert.

Wie Füracker betonte, liegt die Entscheidung über Art und Umfang des Ausbaus bei den Kommunen. Diese befänden auch darüber, ob das Glasfaserkabel bis ins Haus oder nur bis zum nächstgelegenen Netzverteiler gelegt werde. Für private Haushalte sei im Regelfall das Kupferkabel auf den letzten Metern ausreichend, zumal auch dieses Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 250 MBit/s ermögliche. Gewerbebetriebe sei dagegen oft auf Glasfaser angewiesen. Ungeachtet dessen gab sich Füracker überzeugt, dass Glasfaser bis ins Haus der "zukünftige Standard" sein werde. Darauf sei auch die Förderung der Staatsregierung ausgerichtet.

"Es ist das erfolgreichste, technische Infrastrukturprogramm der letzten Jahre."

Heimatminister Albert Füracker

Heimatminister Albert Füracker

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