13.08.2019 - 12:00 Uhr
Deutschland & Welt

Grammer AG: Positive Halbjahreszahlen

Für das weitere Geschäftsjahr 2019 rechnet der Vorstand des Konzerns mit weiteren Herausforderungen

Die Grammer AG veröffentlicht die Umsatzzahlen der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres.
von Externer BeitragProfil

Die Grammer AG konnte sich in dem Marktumfeld der Automobilbranche mit rückläufigen Pkw-Absatzzahlen erfolgreich behaupten. Laut Pressemitteilung vom Dienstag konnte der Zulieferer für Innenraumkomponenten und Sitzsysteme im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019 bei Umsatz und operativem Ergebnis zulegen: So wuchs der Umsatz wuchs um 13,4 Prozent auf 1.051,5 Millionen Euro.

Ebenfalls über dem Vorjahresniveau lag das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit): Es verbesserte sich um 19,8 Prozent auf 50,2 Millionen Euro. Einen Anstieg um 15,7 Prozent verzeichnete das um die Währungs- und Sondereffekte bereinigte operative Ebit mit 50,1 Millionen Euro. Die operative Ebit-Rendite lag wie das Konzern-Ebit bei 4,8 Prozent. Das Konzernergebnis nach Steuern steigerte sich im Vergleich zu 2018 um 9,5 Prozent auf 27,6 Millionen Euro.

Beide Konzernsegmente konnten im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ebit zulegen. Das Umsatzwachstum im Segment Automotive (von 15,2 Prozent auf 745,0 Millionen Euro) geht auf die im Oktober 2018 durchgeführte Akquisition des amerikanischen Automobilzulieferers Toledo Molding & Die Inc. (TMD) zurück. Das Segment-Ebit verbesserte sich auf 28,4 Millionen Euro. Das Segment Commercial Vehicles setzte seine positive Entwicklung fort.

Weiterhin führten Absatzsteigerungen in den Kernmärkten zu einem Umsatzanstieg um 7,8 Prozent auf 332,2 Millionen Euro. Hier verbesserte sich das Segment-Ebit leicht um 4,2 Prozent auf 32,5 Millionen Euro. Der Anstieg der Investitionen von Grammer resultieren aus dem Bau des neuen Grammer Technologiezentrums und der neuen Konzernzentrale in Ursensollen bei Amberg. Der erste Bauabschnitt soll bis Ende 2019 abgeschlossen sein. Hinzu kamen Investitionen in der neu erworbenen TMD-Gruppe. Zudem gibt es seit dem 1. Januar neue langfristige Mietverträge in Höhe von 9,4 Millionen Euro.

Des Weiteren konnten im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres alle zum Jahresende 2018 vakant gewordenen Vorstandsposten neu besetzt werden. Im März 2019 hat der Aufsichtsrat der Grammer AG Jurate Keblyte als neuen CFO (Finanzchef) in den Vorstand berufen. Zudem wurde im April Thorsten Seehars zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Grammer AG bestellt. Beide haben ihre Arbeit Anfang August aufgenommen. Manfred Pretscher scheidet wie geplant zum 31. August 2019 aus dem Unternehmen aus. Bereits am 1. Januar 2019 hatte Jens Öhlenschläger die Position des COO (Leiter des operativen Geschäfts) übernommen.

Für 2019 geht der Vorstand weiterhin von einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld aus. Insbesondere die Entwicklungen im Automobilmarkt sowie Einflüsse anderer geopolitischer Problemfelder könnten negative Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ertragslage haben. Durch den zusätzlichen Umsatz aus dem Erwerb der TMD-Gruppe und das Wachstum im Segment Commercial Vehicles prognostiziert der Vorstand für 2019 einen Konzernumsatz von rund 2,1 Milliarden Euro. So wird ein EBIT erwartet, das deutlich über dem EBIT von 2018 (48,7 Millionen Euro) liegen wird.

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