13.07.2020 - 07:52 Uhr
KelheimDeutschland & Welt

Mit Gummitier-Booten auf Donau gekentert – Motorschiff muss abdrehen

22 Personen eines Tauchvereins sind teils alkoholisiert mit Schlauchbooten und aufblasbaren Gummitieren bei Kelheim auf der Donau unterwegs. Starke Strömung lässt manche Boote kentern – ein Fahrgastschiff muss ausweichen.

Der Ausflug eines Tauchvereins auf der Donau hätte fast in einer Tragödie geendet - nur knapp wurde der Zusammenstoß mit einem Fahrgastschiff verhindert.
von Tobias Gräf Kontakt Profil

Im Kelheimer Hafen ist es am Sonntag, 12. Juli, zu einem gefährlichen Vorfall zwischen einem Fahrgastschiff und einer Vereinsgruppe gekommen. Eine Tragödie hat sich nur knapp verhindern lassen.

Gegen 18 Uhr war laut Polizeibericht eine 22-köpfige Gruppe auf mehreren Schlauchbooten und aufblasbaren Gummitieren auf der Donau im Kelheimer Hafen unterwegs. Dabei behinderten die Mitglieder eines Tauchvereins mit ihren Wasserfahrzeugen das Anlegen eines Fahrgastschiffes im Bereich der Schiffsanlegestelle Kelheim.

Warnung per Signalhorn – Strömung reißt Boote unter Schiffsanleger

Die Gruppe trieb laut Robert Eisenhut vom Polizeipräsidium Oberpfalz im Pulk stromabwärts auf die Schiffsanlegestelle zu. Zeitgleich wollte dort ein Fahrgastschiff am Schiffsanleger anlegen. Der Schiffsführer warnte die Gruppe via Außenlautsprecher und Signalhorn und forderte sie auf, den Bereich zu verlassen. Als die Gruppe versuchte, am Ufer festzumachen, misslang dies. Die 22 Personen trieben wieder in den Bereich der Schiffsanlegestellen. Beim Versuch, ans Ufer zu gelangen, trieben diese ab, manche Boote kenterten. Dabei wurden mehrere Personen aus der Gruppe wegen der starken Strömung zum Teil unter den Schiffsanlegern durchgezogen.

Schiffskapitän reagiert umsichtig

Dazu schreibt Polizeihauptkommissar Eisenhut: "Durch das umsichtige vorausschauende Verhalten des Schiffsführers des Fahrgastschiffes, welcher die Situation frühzeitig erkannte und ausreichend Abstand zum Schiffsanleger hielt, kam es zu keinem Zusammenstoß zwischen den Gekenterten und dem Fahrgastschiff."

Trotz der gefährlichen Situation konnten sich schließlich alle Vereinsmitglieder unverletzt und aus eigener Kraft ans Ufer retten.

Alkohol im Spiel – Ermittlungen laufen

Die Wasserschutzpolizeigruppe Regensburg nahm die Ermittlungen auf. Durch den Polizeieinsatz stellte sich heraus, dass mehrere Personen der Gruppe alkoholisiert waren. Die Wasserschutzpolizei stellte Strafanzeige gegen den Verantwortlichen des Pulks. Der Einsatz der teils alkoholisierten Vereinsmitglieder löste ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungsdienstkräften sowie den Einsatz zweier Hubschrauber aus.

Mit solchen, für die Donau nicht geeigneten, aufblasbaren Gummitieren für Kinder, waren Mitglieder eines Tauchvereins im Kelheimer Hafen unterwegs - und brachten sich damit in eine gefährliche Situation.

Der Brand im Ankerzentrum Regensburg war wohl kein Zufall.

Regensburg
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