20.06.2026 - 08:01 Uhr

„House of the Dragon“: Willkommen zurück in Westeros

Drachen, Krieg und noch mehr Drachen: Das ist „House of the Dragon“, die Vorgeschichte der gehypten Fantasyserie „Game of Thrones“. Jetzt startet die dritte Staffel. Lohnt es sich, noch einzusteigen?

Es gibt wohl kaum eine Serie, die sich so in das kollektive Fan-Gedächtnis gebrannt hat wie „Game of Thrones“. Seit dem umstrittenen Finale der Fantasy-Show rund um Intrigen, Gewalt, Sex, Macht und Drachen im Jahr 2019 sind zwei Ableger erschienen. 

Jetzt startet die mittlerweile dritte Staffel der „GoT“-Vorgeschichte: „House of the Dragon“ dreht sich um den Fall des Hauses Targaryen - also um die mächtige Familie mit den weißblonden Haaren und den feuerspeienden Drachen. 

Lohnt es sich noch, einzusteigen? Und wo ist „House of the Dragon“ in der „Game of Thrones“-Welt verankert? Einige Fragen und Antworten zum Start der neuen Staffel (ab Montag bei HBO Max und Sky/Wow) - auch für nicht eingefleischte Fans. 

Worauf basiert „House of the Dragon“ überhaupt? 

„House of the Dragon“ basiert auf dem Buch „Feuer und Blut - Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros“ von Autor und „Game of Thrones“-Schöpfer George R. R. Martin. Gemeinsam mit Showrunner Ryan J. Condal schuf Martin die Serie auf bekanntem Terrain. 

Mit seiner mehrbändigen Fantasy-Saga „Das Lied von Eis und Feuer“ hatte Martin bereits die Romanvorlage für „Game of Thrones“ geliefert. Seine Bücher waren Grund für einen der größten Hypes der TV-Geschichte. 

Wo ist die Serie im „Game of Thrones“-Universum verortet? 

Zur Einordnung: „Game of Thrones“ handelt verkürzt gesagt von den Machtkämpfen um den Eisernen Thron der Sieben Königslande in Westeros, immer begleitet von der Gefahr durch die sogenannten Weißen Wanderer. Häuser buhlen um die Herrschaft, darunter auch das mächtige Haus Targaryen, angeführt von Daenerys Targaryen (Emilia Clarke). Die Dynastie befindet sich am Anfang der Serie allerdings am absoluten Tiefpunkt und wurde entmachtet. 

„House of the Dragon“ zeigt die Targaryens wiederum in ihrer Blütezeit. Denn die Geschichte setzt rund 200 Jahre vor den Geschehnissen in „Game of Thrones“ ein, als die Vorfahren von Daenerys noch zahlreiche Drachen besitzen und den Eisernen Thron beherrschen. Doch das Haus wird von Machtkämpfen innerhalb der Familie erschüttert und um einen heftigen Streit um die Thronnachfolge. 

Wo kann ich die neue Staffel schauen? 

Die dritte Staffel von „House of the Dragon“ startet am 22. Juni (Montag) beim Sky-Streamingdienst Wow und linear auf Sky Atlantic sowie bei dem Streaminganbieter HBO Max. Wöchentlich wird eine neue Episode ausgestrahlt. Die letzte und achte Folge der dritten Staffel läuft dann am 10. August. 

Wer sind die Stars der Serie? 

Im Mittelpunkt der Serie steht Prinzessin Rhaenyra, gespielt von Emma D'Arcy. Ihr Onkel Daemon wird von „The Crown“-Star Matt Smith verkörpert. Weitere Stars der Serie sind Olivia Cooke als Königin Alicent Hohenturm sowie ihr Serien-Vater Rhys Ifans („Notting Hill“) als Ser Otto Hohenturm. 

Wichtige Rollen spielen Alicents Söhne: Aegon II. (Tom Glynn-Carney) und Prinz Aemond (Ewan Mitchell). In Nebenrollen sind Harry Collett, Abubakar Salim und Clinton Liberty zu sehen, die zur Deutschlandpremiere der dritten Staffel in Berlin kamen. 

Was ist in den ersten beiden Staffeln passiert? 

Wer die ersten beiden Staffeln schon geschaut hat und eine Auffrischung braucht (mit Spoilern): Bereits zu Beginn der ersten Staffel schwelt der Konflikt um das Thronerbe bei den Targaryens. Im Zentrum stehen Rhaenyra und Alicent, die nach dem Tod des Königs um die Nachfolge streiten. Alicents Sohn Aegon II. sitzt auf dem Eisernen Thron. Doch Rhaenyra erhebt Anspruch darauf, als Nachfolgerin bestimmt worden zu sein.

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Der Machtkampf eskaliert immer weiter, sogar Drachen greifen einander an. Es stehen sich zwei Lager aus dem Haus Targaryen gegenüber: Team Schwarz um Rhaenyra und Team Grün um Alicent beziehungsweise Aegon II. Die zweite Staffel endet damit, dass Rhaenyra und Alicent einen geheimen Pakt schließen. Das ist die Ausgangslage für die dritte Staffel.

Worum geht es in der dritten Staffel?

Diese knüpft direkt an die Geschehnisse an. Der Machtkampf zwischen den beiden Lagern wird trotz des Pakts immer blutiger und verselbständigt sich. Das Misstrauen zwischen den Charakteren wächst. Im Gegensatz zu den ersten beiden Staffeln nimmt die Geschichte anfangs richtig an Fahrt auf, das Erzähltempo ist höher und - ohne zu viel zu verraten - kommt es direkt in der ersten Folge zu einer actionreichen Seeschlacht, die die weitere Handlung beeinflusst. Eine vierte Staffel ist bereits geplant. 

Lohnt es sich, noch einzusteigen?

Wer als Neueinsteiger neugierig auf die Welt von Westeros ist, dürfte mit „House of the Dragon“ einen guten Einstieg in das „GoT“-Universum finden. 18 Folgen (jeweils circa eine Stunde lang) braucht es, um bis zur dritten Staffel aufzuholen. Die sollte man auf jeden Fall schauen, bevor man in die neuen Folgen einsteigt. Aber: Es sind deutlich weniger Episoden als bei der Mutterserie „Game of Thrones“, die nach 73 Folgen endete. 

„House of the Dragon“ eignet sich für Serienfans, die Lust auf Action, Fantasy, gefährliche Drachen aber auch auf ausgiebige Dialoge, Diplomatie und Intrigen haben. Sex- und Gewaltszenen gehören ebenso dazu wie detaillierte Charakterentwicklungen und überraschende Wendungen - ähnlich wie bei „Game of Thrones“. 

Doch so viel sei gesagt: „House of the Dragon“ ist keine Serie, bei der man nebenbei am Handy hängen sollte. Denn große Teile der Handlung erschließen sich durch die Dialoge, die manchmal sogar auf der fiktiven Sprache Hochvalyrisch geführt und dann untertitelt werden. 

Welche Ableger gibt es noch aus der „Game of Thrones“-Welt? 

Eine etwas leichtere Alternative zu dem doch sehr brutalen Prequel bietet die Serie „A Knight of the Seven Kingdoms“, ein unterhaltsamer „Game of Thrones“-Ableger von Anfang des Jahres. Die sechs Folgen über die Abenteuer von Ritter Ser Duncan dem Großen und seinem Knappen Egg laufen bei HBO Max. Sie spielen rund 90 Jahre vor den Ereignissen der Originalserie, sind also in der Zeitlinie zwischen „House of the Dragon“ und „Game of Thrones“ angesiedelt.

© dpa-infocom, dpa:260620-930-253262/1

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