27.07.2021 - 18:31 Uhr

Die Nachwuchspreise der Luisenburg-Festspiele gingen in diesem Jahr an Janina Raspe (3.v.l.) und Anastasia Troska (5.v.l). Den "Extra-Applaus" erhielten Michèle Jagielle (l.) und Fenja Makosch (2.v.r.). Bild: stg
Die Nachwuchspreise der Luisenburg-Festspiele gingen in diesem Jahr an Janina Raspe (3.v.l.) und Anastasia Troska (5.v.l). Den "Extra-Applaus" erhielten Michèle Jagielle (l.) und Fenja Makosch (2.v.r.).

Janina Raspe und Anastasia Troska sind die diesjährigen Gewinnerinnen der Nachwuchspreise der Luisenburg-Festspiele. Die beiden Preise sind jeweils mit 1000 Euro dotiert. Eine Fachjury hat sich am vergangenen Wochenende die Eigenproduktionen der Festspiele angeschaut, die Preisverleihung folgte am Sonntagabend im Innenhof des Fichtelgebirgsmuseums.

Insgesamt zwölf Schauspielerinnen und Schauspieler in der Altersklasse „Unter 30“ waren nominiert, die in verschiedenen Produktionen – Schauspiel und Musical – zu sehen sind. Nach drei intensiven Sitzungen hatte sich die vierköpfige Jury – Opern- und Musicalsängerin Silvia Krüger, Dramaturg Hermann Malzer sowie die beiden Kulturjournalisten Andrea Herdegen (u.a. Frankenpost) und Holger Stiegler (u.a. Oberpfalz Medien) – auf die diesjährigen Sieger festgelegt.

Der Nachwuchspreis der Stadt Wunsiedel ging an Anastasia Troska für ihre Darstellung des Mädchens im Musical „Der Name der Rose“ und für ihre choreografische Leistung in dem Musical „Zucker“, wo sie für die Choreografie der Wiederaufnahme verantwortlich ist und sehr lebendig im Ensemble spielt. Zu „Der Name der Rose“ hielt die Jury fest, dass sie „in einem Ensemble von Männern mit ihrer Präsenz der stummen Rolle eine große Kraft verleiht und das Publikum berührt“. Darüber hinaus zeigte sich die Jury beeindruckt „von der gesanglichen Souveränität im Duett mit Gunnar Frietsch und der Intensität ihrer Darstellung“. Troska, so die Jury weiter, verkörpere die „schönste und unschuldigste Form der Liebe inmitten einer Welt von Gewalt, Verrat und Macht“.

Der Nachwuchspreis der REHAU AG ging an Janina Raspe für ihre Darstellung des Gretchens in der Tragödie „Faust“. Ihr gelinge, so die Jury, ein Gretchen, „das von Gefühlen getrieben, hin und hergerissen zwischen Unschuld und Ekstase“ in den Abgrund getrieben werde. „Raspe spielt mit viel Energie, lässt sich von dieser jedoch nicht treiben, sondern nutzt sie zur Gestaltung der glaubwürdigen Figur“, meint die Jury weiter. Hervorgehoben wurde in der Begründung die „emotionale und körperliche Stärke“ der Schauspielerin, die aber zugleich die seelischen Erschütterungen klar und deutlich zeige. So verleihe sie dem Gretchen eine „große Breite und Tiefe“.

Verliehen wurde außerdem der „Extra-Applaus“ der Gesellschaft der Freunde der Luisenburg-Festspiele: Diese Auszeichnung geht an Abteilungen oder Gruppen, die den Festspielbetrieb in hohem Maße unterstützen. Preisträger in diesem Jahr sind Michèle Jagiella und Fenja Makosch als Verantwortliche für das Corona-Management in dieser Spielzeit.

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