Die dichten Rauchschwaden waren kilometerweit zu sehen. Am Freitag, 31. Juli, wurden gegen 17 Uhr die Feuerwehren in und um Freudenberg wegen eines Waldbrandes alarmiert. Dieser nahm im Laufe der folgenden Stunden besorgniserregende Ausmaße an. Nach und nach wurden weitere Feuerwehren, Rettungsdienste und das Technische Hilfswerk hinzugezogen, um den Großbrand auf der Südseite des Johannisbergs zwischen Hammermühle und Oberpennading unter Kontrolle zu bringen. Auch ein Löschhubschrauber war im Einsatz.
Gewitter erschwert Löscharbeiten
Die Kreisstraße 29 zwischen Freudenberg und Bühl wurde für den Verkehr gesperrt. Per Warn-App wurden die Bürger aufgefordert, Fenster und Türen im näheren Umkreis geschlossen zu halten.
„350 Einsatzkräfte sind derzeit vor Ort“, informierte Christine Hollederer, Pressesprecherin des Landratsamtes Amberg-Sulzbach, gegen 22 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt war der Waldbrand außer Kontrolle. Ein Gewitter mit aufziehenden Sturmböen erschwerte die Löscharbeiten. „Das Gelände ist sehr unwegsam. Man kann dort nur zu Fuß hinkommen“, sagte Hollederer.
Vorstufe zum Katastrophenfall
Das Landratsamt leitete vorsorglich besondere Koordinierungsmaßnahmen nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes ein. Ein Katastrophenfall war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgerufen. „Es handelt sich dabei um die Vorstufe zum Katastrophenfall“, erklärte Hollederer. Noch am Abend trat im Landratsamt Amberg-Sulzbach die Führungsgruppe Katastrophenschutz zusammen.

















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