30.09.2026 - 10:18 Uhr

Importpreise steigen so stark wie seit Ende 2022 nicht mehr

Deutschland bezieht viele Rohstoffe aus dem Ausland und bekommt die höheren Energiepreise wegen des Iran-Kriegs zu spüren. Das dürfte auch Folgen für Verbraucher haben.

Teures Öl wegen des Iran-Kriegs treibt die Importpreise in Deutschland nach oben. (Archivbild) Bild: Alain Jocard/AFP/dpa
Teures Öl wegen des Iran-Kriegs treibt die Importpreise in Deutschland nach oben. (Archivbild)

Die Preise für nach Deutschland importierte Güter sind wegen des Iran-Kriegs stärker angestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Einfuhrpreise im August um 8,3 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. „Dies war der stärkste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Dezember 2022“, schrieben die Statistiker. Volkswirte hatten mit einem Plus von 8 Prozent gerechnet. 

Den größten Einfluss auf die Importpreise hatte demnach erneut der Anstieg der Energiepreise mit plus 43,0 Prozent (plus 7,5 Prozent gegenüber Juli 2026). Auch Vorleistungsgüter verteuerten sich mit 11,0 Prozent (plus 0,6 Prozent gegenüber Juli).

Im Vergleich zum Vormonat zog der Importpreisindex im August um 1 Prozent an, auch das ist deutlicher als erwartet. Die Einfuhrpreise beeinflussen tendenziell auch die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet.

Da die deutsche Wirtschaft viele Rohstoffe aus dem Ausland importiert, haben die Einfuhrpreise auch Einfluss auf die allgemeine Inflation. Rekordpreise für Diesel und Benzin könnten die deutsche Inflationsrate im September über die Marke von 3,0 Prozent treiben, das wäre der höchste Stand seit Ende 2023. Daten dazu legt das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch vor.

© dpa-infocom, dpa:260930-930-766573/1

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