Update 18.03.2026 - 11:22 Uhr

Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz

Nach Vorwarnungen des israelischen Militärs schlagen Raketen im Zentrum und Süden von Beirut ein. Anwohner berichten von Detonationen nahe Regierungsgebäuden in der libanesischen Hauptstadt.

Ein israelischer Luftangriff hat in der libanesischen Hauptstadt ein mehrstöckiges Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Bild: Hussein Malla/AP/dpa
Ein israelischer Luftangriff hat in der libanesischen Hauptstadt ein mehrstöckiges Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.

Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach libanesischen Angaben mindestens 12 Menschen getötet und 41 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.

Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen. Der von der Hisbollah-Miliz betriebene Fernsehsender Al-Manar teilte mit, dass ein Programmdirektor des Senders und seine Frau getötet worden seien.

Alle am Mittwochmorgen getroffenen Gebiete liegen in der Nähe libanesischer Regierungsgebäude wie dem Finanzministerium und dem Amtssitz des Premierministers.

In der Nacht hatte die mit dem Iran verbündeten Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden des Nachbarlands Israel abgefeuert. Ausgelöst worden waren die Gefechte durch die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran vor knapp drei Wochen. Seither herrscht Krieg in der Region.

Auch in der Bekaa-Ebene griff Israel erneut Ziele an. Nach libanesischen Angaben wurden dabei mindestens zwei Menschen getötet und weitere verletzt.

© dpa-infocom, dpa:260318-930-830980/2

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