Kommentar: Corona-Demos sind eine Gefahr - in jeder Hinsicht

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Tausende haben in Berlin am Samstag gegen Corona-Beschränkungen demonstriert. Eine gefährliche und unverantwortliche Versammlung, die sich nicht wiederholen darf, meint Frank Werner.

Teilnehmer einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen halten sich dicht gedrängt auf der Straße des 17. Juni in Berlin auf.
von Frank Werner Kontakt Profil
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Es reicht. Und zwar endgültig. Am Samstag in Berlin haben Tausende Demonstranten gezeigt, was ihnen wirklich wichtig ist: nämlich nur sie selbst. Eine Ansammlung von Verschwörungsideologen, Reichsbürgern, Esoterik-Gurus und Neonazis. Eine krude Mischung, die zwischen Friedens- und Reichskriegsflaggen marschiert. Sie trauen "den Medien" nicht. Der "Systempresse". Es sind dieselben aggressiven Sprüche, auf den Demos in Weiden im Kleinen, in Berlin im Großen. Attacken auf Journalisten, maskenfreie Zonen. Und immer dieselbe Leier von der ach so eingeschränkten Meinungsfreiheit. Sind Debatten über Coronamaßnahmen unterdrückt worden? Nein. Sind die Kundgebungen verboten worden? Nein. Gibt es eine Impfpflicht? Nein. Die bisherigen Einschränkungen der Freiheit haben nur ein Ziel: Die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, im Idealfall ganz zu stoppen. Bisher ist dies ganz gut gelungen. Diese Maßnahmen sind bereits deutlich gelockert worden, möglicherweise zu früh. Steigende Fallzahlen beweisen, dass wir noch längst nicht überm Berg sind. Auch diese Fakten stoßen bei den Corona-Leugnern auf taube Ohren, denn sie halten schließlich Einrichtungen wie das Robert-Koch-Institut für einen Teil des Systems, das ihnen ihr Leben mit vermeintlichen Lügen zur Hölle macht. Sie suhlen sich in ihrem Selbstmitleid, in ihrem Verfolgungswahn. Zum Mitschreiben: Die Corona-Pandemie ist längst nicht überstanden. Die Berliner Demonstranten haben in ihrem unverantwortlichen Egoismus dafür gesorgt, dass eine zweite Welle ein Stück näher gerückt ist. Sie tragen Mitschuld daran, wenn Menschen erkranken. Wenn die Wirtschaft beim nächsten Lockdown so richtig den Bach runtergeht. Sie werden am lautesten darüber heulen. Und gleich nochmal zum Mitschreiben: Keine Meinung ist verboten. Aber wer sich gegen den Schutz der Gesellschaft stellt, wer andere rücksichtslos gefährdet, der wird selbst zur Gefahr, die gestoppt werden muss.

Demonstration in Berlin gegen Corona-Auflagen

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Joachim Schmidt

Nachdem mein sachlicher Kommentar zur Meinungsfreiheit und zum Begriff Verschwörungstheorie unter diesem Beitrag gelöscht, bzw nicht freigegeben (offensichtlich wurde die Kommentar Funktion deaktiviert) wurde (https://www.onetz.de/deutschland-welt/weiden-oberpfalz/experte-corona-demos-region-zielen-vermeintliche-elite-id3070065.html)

... halte ich mich hier noch kürzer und werde auch das Verhalten (Kommentar Freigabe oder nicht dokumentiert veröffentlichen)

Ich hatte bzgl des Begriffes auf einen Professor, Namens Rainer Mausfeld verwiesen, der den Begriff ua auch in SWR Beiträgen völlig anders ein ordnet.
Offenbar wurde mein Kommentar wegen seinem Zitat nicht freigegeben.

05.08.2020