24.02.2021 - 18:39 Uhr
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Kommentar: Corona geht, die Klimakrise bleibt

Der bayerische Klima-Report zeigt, was auf den Freistaat in den nächsten Jahrzehnten zukommen wird. Aus der Coronakrise lassen sich Lehren ziehen, die im Kampf gegen die Erderwärmung helfen. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Kommentar von Frank Stüdemann
Dürrekatastrophen betreffen nicht nur die Tierwelt, wie hier im Hwange-Nationalpark in Simbabwe. Der Klimawandel verstärkt solche Phänomene. Bild: dpa/AP
Dürrekatastrophen betreffen nicht nur die Tierwelt, wie hier im Hwange-Nationalpark in Simbabwe. Der Klimawandel verstärkt solche Phänomene.

Die Pandemie hat gezeigt, dass die Politik unbequeme Entscheidungen treffen kann und bereit ist, Opfer von den Bürgern zu verlangen. Die Coronakrise ist irgendwann vorbei - die Klimakrise jedoch wird bleiben. Auch bei diesem Thema gibt es Menschen, die an den wissenschaftlichen Beweisen zweifeln, die bestreiten, dass es überhaupt eine Krise gibt. Aber es gibt sie, und im Unterschied zu Corona ist der Klimakollaps durch Impfungen nicht aufzuhalten. Einige der Maßnahmen, die wegen des Virus' ergriffen wurden, taten jedoch auch der Umwelt gut: Der Wechsel vieler vom Büro ins Homeoffice etwa hat den Straßenverkehr und damit den Ausstoß von Dreck und CO2 reduziert. Was also wäre falsch daran, auch nach der Pandemie den Berufspendlern das Pendeln zu ersparen? Jetzt muss ohne Tabus darüber nachgedacht werden, wie viel Stillstand wir in Kauf nehmen würden, um beim Klimaschutz endlich große Schritte nach vorn machen zu können. Absichtsbekundungen jedenfalls bringen uns nicht weiter, nur Taten.

München24.02.2021
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