05.08.2020 - 16:56 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Ist für den Umstieg aufs E-Auto die Zeit noch nicht reif?

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Schöne neue Welt der Elektromobiltät: Wer tatsächlich vom Verbrenner auf ein E-Auto wechseln will, bekommt es nicht gerade leicht gemacht. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Ein Symbol eines Elektroautos markiert einen Parkplatz neben einer E-Ladesäule.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Bis zu 9000 Euro Förderung von Staat und Hersteller, dazu die gesenkte Mehrwertsteuer: Eigentlich herrschen derzeit günstige Bedingungen, um vom Verbrenner auf ein Elektro-Auto umzusteigen. Aber die Euphorie des interessierten Kunden wird schnell gebremst: Auch nach Abzug der Förderung kosten viele der vergleichsweise wenigen verfügbaren Modelle noch immer fast oder mehr als 40 000 Euro, dazu kommen teils immens lange Lieferzeiten. Der neue Elektro-Heilsbringer von Volkswagen, der ID3, hat bislang nicht mal den Weg zu den Händlern gefunden. Probefahrt? Fehlanzeige.

"Sie sind zu früh dran" für die E-Mobilität, das bekommt man von Verkäufern zu hören. Dazu das Geständnis, dass man die wartungsarmen "Stromer" eigentlich auch gar nicht so anpreisen wolle, denn "in der Werkstatt wird nun mal das Geld verdient".

Man kann den Eindruck gewinnen, dass die Autohersteller zwar dem staatlichen Druck folgen und die Produktion vollelektrischer und hybrider Modelle forcieren, auf die Nachfrage aber gar nicht vorbereitet sind. Wenn man zusätzlich das noch recht löchrige Netz von Ladestationen sowie die teils mageren Reichweiten der E-Autos betrachtet, kann man leicht zu dem Fazit gelangen: Mein Nächster ist dann wohl doch noch mal ein Verbrenner.

München
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