05.04.2021 - 19:17 Uhr
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Kommentar: Die Geimpften müssen ihre Rechte zurückbekommen

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Das Impfen läuft ruckelig und ungleich, aber es läuft. Höchste Zeit, darüber zu reden, wie es mit den Voll-Geimpften im Sommer weitergehen soll. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Nach dem zweiten Impf-Pikser sollte es einen Weg zurück in die Normalität geben.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
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Wie zu erwarten, geht die Impfkampagne in unterschiedlichem Tempo voran: Während mancherorts Senioren noch auf ihren ersten Impftermin warten, bekommen andernorts etwa 50-Jährige schon im April den ersten "Schuss", weil sie beispielsweise Kontaktperson von zu Hause Gepflegten sind oder schlicht Übergewicht haben, was auch als Risikofaktor gilt. Das mag durch die großen regionalen Schwankungen in der verfügbaren Menge der Dosen und durch wegen des Astrazeneca-Hickhacks freigewordene Termine zu erklären sein. Zudem dürfte es auch Ältere geben, die nun lieber auf einen Impftermin beim vertrauten Hausarzt warten, statt sich fürs Impfzentrum anzumelden.

Selbst wenn, wie von einigen Experten empfohlen, die Wartezeit bis zur zweiten Impfung deutlich verlängert wird: Spätestens im Hochsommer wird die Zahl der komplett Geimpften rasant steigen. Und die werden laut RKI "bei der Epidemiologie der Erkrankung wahrscheinlich keine wesentliche Rolle mehr spielen". Masken und Abstand-Halten ja, aber viel mehr Einschränkungen ihrer Freiheit dürfen diesen Menschen dann nicht mehr zugemutet werden. Die Diskussion darüber muss jetzt geführt werden, nicht erst im Juli.

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