30.10.2020 - 18:33 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar zum islamistischen Anschlag in Nizza: Extremismus durch Bildung stoppen

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Die Terrorattacke in Nizza mit drei Toten gilt nicht nur Frankreich. Sie ist ein Angriff auf die europäische Art zu leben. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Ein französischer Polizist steht nach einem Messerangriff hinter einer Absperrung zu Beginn der Straße, die zur Kirche Notre-Dame in der südfranzösischen Küstenstadt Nizza führt.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Der Anschlag in der Kirche Notre-Dame in Nizza und der Mord am Geschichtslehrer Samuel Paty in Paris haben aufs bitterste vor Augen geführt, dass der Kampf gegen den islamistischen Extremismus noch lange nicht vorbei ist. Es ist ein Kampf, der von Polizei und Justiz geführt werden muss. Gewonnen werden kann er aber nur von der Gesellschaft.

Zur Erinnerung: In wenigen Tagen wird Frankreich der Opfer des islamistischen Terrorangriffs vom 13. November 2015 auf Paris gedenken. Damals starben 130 Menschen, darunter 90 im Pariser Musikclub Bataclan. Mehr als 400 Menschen waren verletzt worden. Als "ein Angriff auf unserer Art zu leben" wurde dies damals in Frankreich und dem übrigen Europa verstanden. Zu Recht. Der lebensverneinende Nihilismus der Terroristen, soll den Europäern die Lebensfreude nehmen. Gerade jetzt, da alle unter den Corona-Pandemie leiden.

Ein US-General hat einmal gesagt, sie könnten nicht ewig Terroristen töten. Es müsse verhindert werden, dass diese Extremisten nachwachsen. Viele französische Muslime der dritten oder vierten Generation leben mit tristen Zukunftsaussichten. Das ist ein Nährboden für Radikalisierung. Deshalb kommt es auf die Schulen an. Bildung ist die beste Prävention und fördert die Integration. Das zu beherzigen, würde dem Gedenken an den Pädagogen Samuel Paty gerecht.

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