06.10.2021 - 17:59 Uhr
Deutschland & Welt

Kommentar: Laschet träumt als Einziger noch den Traum von Jamaika

Grüne und FDP haben sich entschieden: Mit der SPD wollen sie eine Ampelkoalition sondieren. CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet scheint endgültig gescheitert. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Armin Laschet (CDU), Noch-Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Landtag.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Aus beiden Vorsondierungen mit Beteiligung der Union wurden trotz Schweigegelübde Details an die Presse durchgestochen. Und jetzt stellt sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder vor die Kameras und verkündet faktisch das Platzen sämtlicher Jamaika-Träume. Wie es scheint, arbeiten CDU und CSU hart daran, Armin Laschet als Bundeskanzler zu verhindern. Der andererseits betont wieder und wieder die Bereitschaft, mit Grünen und FDP bei Bedarf doch noch über ein Bündnis zu verhandeln.

Dabei sind die einzigen beiden Posten, die Laschet derzeit anstreben kann, die des Fraktionsvorsitzenden im Bundestag oder ein Ministerposten im Kabinett Scholz - falls es am Ende doch noch zu einer Großen Koalition unter Führung der SPD kommen sollte. Die Brücke zurück nach Nordrhein-Westfalen hat er selbst eingerissen, Hendrik Wüst wird ihn als Ministerpräsident und Parteichef beerben. Laschet ist in NRW als Tiger gesprungen und jetzt als Bettvorleger in Berlin gelandet.

Sondierungen für Ampel-Koalition können starten

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