25.05.2021 - 19:50 Uhr
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Kommentar: Rechte Klatsche für die Moderaten in der AfD

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Die Mitglieder der AfD haben entschieden: Das vom rechten Rand unterstützte Duo Weidel/Chrupalla soll die Partei in den Wahlkampf führen. Eine verpasste Chance. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Alice Weidel, Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag, und Tino Chrupalla, der Parteivorsitzende, stellen sich als Spitzenduo der AfD für die Bundestagswahl auf einer Pressekonferenz vor.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Es ist schwer, bei der AfD sachlich zu bleiben. Dies ist immerhin eine Partei mit Akteuren, die wiederholt mit Provokationen und Populismus an der Grenze zur Volksverhetzung entlangtänzeln. Eine Partei, die rechtem und völkischem Gedankengut den Nährboden bereitet.

Aber nehmen wir mal an, die AfD will tatsächlich eine wählbare Alternative sein - etwa für enttäuschte Unionsanhänger, denen CSU und CDU nicht konservativ genug sind. Mit der Entscheidung gegen die gemäßigten Kandidaten Joana Cotar und Joachim Wundrak hat sich die große Mehrheit der beteiligten AfD-Mitglieder für ein strammes "Weiter so" entschieden. Dem ehemaligen "Flügel" um den Rechtsextremen Björn Höcke wird das gefallen. Für den eher moderaten Co-Parteivorsitzenden Jörg Meuthen und seinen Kurs in Richtung Mitte ist die Wahl von Alice Weidel und Tino Chrupalla jedoch eine krachende Niederlage. Damit bleibt die Partei für Konservative, die mit Rechtsradikalen und Staatsfeinden nicht in einem Topf landen wollen, das, was sie schon lange ist: unwählbar.

AfD entscheidet sich für Weidel und Chrupalla

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