31.05.2021 - 17:17 Uhr
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Kommentar zur Rente: Finanzhof bläst Bund bei Rentenbesteuerung den Marsch

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Der Bundesfinanzhof warnt vor überhöhten Steuern für Rentner. Jetzt muss die Politik ihre Hausaufgaben machen. Ein Kommentar von Alexander Pausch.

Ein Rentenbescheid liegt auf einem Tisch.
von Alexander Pausch Kontakt Profil
Kommentar

Das Urteil des Bundesfinanzhofs zur Rentenbesteuerung war überfällig. Immer wieder haben Wirtschaftswissenschaftler und Steuerberater vorgerechnet, dass das gegenwärtige System zu einer Doppelbesteuerung der Renten führt. Diese ist aber durch das Bundesverfassungsgericht verboten worden.

Das Verbot bedeutet, dass jeder Rentner mindestens so viel Rente steuerfrei erhalten muss, wie er zuvor an Rentenbeiträgen aus versteuertem Einkommen eingezahlt hat.

Für Beitragszahler und Rentner ist das Urteil des Bundesfinanzhofes vom Montag bares Geld wert. Wie viel das jeweils ausmacht, kommt auf den individuellen Steuersatz an und darauf, ob jemand angestellt ist oder als Selbstständiger in die Rentenkasse einzahlt.

Bleibt die Politik. Sie hat wieder einmal gewartet, bis ihr ein Gericht Beine macht. Dabei wäre es ein Leichtes gewesen, die langfristig wirkende Übergangsregelungen bei der Rentenbesteuerung frühzeitig anzupassen. Nun ist es an den Parteien, entsprechende Vorschläge zu machen, damit der Wähler am 26. September weiß, woran er bei diesem Thema ist.

Die Vorgeschichte des Urteils

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