17.03.2020 - 18:47 Uhr
Deutschland & Welt

In der Krise trennt sich politisch die Spreu vom Weizen

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Das Coronavirus hat die Politik dazu gezwungen, das öffentliche Leben vorübergehend fast einzufrieren. Manche Politiker sagen an, was jetzt zu tun ist. Andere machen sich überflüssig. Ein Kommentar von Frank Stüdemann.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (links) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder geben nach der Sitzung des bayerischen Kabinetts am Dienstag eine Online-Pressekonferenz.
von Frank Stüdemann Kontakt Profil
Kommentar

Es ist für Politikerinnen und Politiker relativ einfach, sich in einer Ausnahmesituation wie der Coronakrise zu profilieren - wenn man das passende Amt dazu hat. Aber selbst dann klappt das nicht immer. Siehe Angela Merkel: Zu verhalten und vorsichtig hat sie bisher gesprochen, in der von ihr gewohnten umständlichen Art. Eine vertane Chance, im Endspurt ihrer Amtszeit doch noch die "Mutter der Nation" zu geben.

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Zwei, die sich hingegen in diesen Tagen profilieren, ohne dabei - zumindest vorrangig - auf politischen Profit aus zu sein, sind Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder. Spahn, auf den mit steigender Belastung des deutschen Gesundheitssystems noch schwerere Zeiten zukommen, macht neben Merkel eine souveräne Figur, spricht Klartext, ohne Panik zu verbreiten.

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Und Söder, der am Montag für Bayern den Notstand verhängt, scheint von allen Länderchefs derzeit der zupackendste zu sein, bereit, der Bevölkerung das Nötige zuzumuten. Aber auch er muss in den kommenden Wochen und Monaten erst noch zeigen, wie gut er die Lage wirklich im Griff hat.

A propos Spreu vom Weizen trennen: AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland hat erklärt, was er für wirklich wichtig hält. Nämlich, dass nach dem Ende der Pandemie die Kontrollen auf alle Landesgrenzen ausgedehnt und beibehalten werden sollen. Da spricht wohl das Virus aus ihm. Die Quarantäne wartet.

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