Künstliche Intelligenz: Auf den Faktor Mensch kommt es an

Künstliche Intelligenz (KI) ist so wenig gut oder böse wie das Rad: Man kann es zum Transport von Waren verwenden oder die Ketten eines Panzers damit antreiben.

Roboter "Pepper" kommuniziert mit Journalisten und Gästen in der Ausstellung "Out of Office»: Wenn Roboter und KI für uns arbeiten" bei einer Pressekonferenz im Museum der Arbeit. Bis zum 19. Mai 2019 will sich die Ausstellung mit der Zukunft der Arbeit beschäftigen und Anregungen zum Umgang mit Robotern und Künstlicher Intelligenz (KI) geben.
von Jürgen Herda Kontakt Profil

KI kann das Arbeitsleben von monotonen Tätigkeiten befreien oder im großen Stil Arbeitsplätze vernichten. Es kommt immer auf den Faktor Mensch an.

KI hat verschiedene Gesichter. In China macht das Unternehmen Sensetime den totalen Überwachungsstaat möglich: mit Hilfe von Gesichtserkennung. Supercomputer in Chinas größten Städten sollen Aufnahmen von Verkehrsüberwachungskameras, Bankautomaten und Smartphones auswerten. Der Sensetime-Wert hat sich auf drei Milliarden Dollar verdoppelt - eine Wette darauf, dass weitere Staaten folgen.

Künstliche Intelligenz kann aber auch die Kollisionswahrscheinlichkeit autonomer Autos reduzieren, in Millionen Aufnahmen Anzeichen von Krebs erkennen. KI kann neue, vielschichtige Berufsbilder hervorbringen: Verkehrs-Dirigenten oder Gesundheits-Fürsorger. Wenn nicht nur Manager mit Blick auf Renditemaximierung die KI-Richtung vorgeben, kann die digitale Arbeitsgesellschaft sozialer und humaner werden.

Mit einem Budget von drei Milliarden Euro bis 2025 wird sich Deutschland kaum an die KI-Spitze setzen. Allein an einer US-Universität, dem Massachusetts Institute of Technology, wird derzeit eine Milliarde Dollar in KI investiert. China hält für die KI-Entwicklung 150 Milliarden Dollar bereit. Dabei sind zentrale Entwicklungen Made in Germany: von selbstfahrenden Autos bis zu lernenden neuronalen Netzen auf Smartphones. Man sollte sich dieses Pfund nicht von China aus der Hand nehmen lassen - wir brauchen vielmehr KI zur Abwehr totaler Überwachung.

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