London
30.04.2026 - 16:41 Uhr

Kurzzeit-Sänger von Spandau Ballet muss lange in Haft

Ross Davidson galt als charmant und charismatisch. Doch eine Jury in London befand den 37-Jährigen wegen schwerer sexueller Übergriffe für schuldig. Jetzt wird das Strafmaß verkündet.

Der kurzzeitige Sänger der Band Spandau Ballet, Ross Davidson (Künstlername Ross Wild), ist unter anderem wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung zu 14 Jahren Haft verurteilt worden. Das Strafmaß wurde am Nachmittag in London verkündet, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Der 38-Jährige war in mehreren Anklagepunkten schuldig befunden worden, darunter auch weitere sexuelle Übergriffe sowie Voyeurismus. 

Betroffen waren von August 2013 bis Dezember 2019 insgesamt sechs Frauen. Davidson war im Jahr 2018 nach dem Ausscheiden von Frontmann Tony Hadley für einige Monate Lead-Sänger der legendären britischen Band. Vor seiner kurzlebigen Karriere mit Spandau Ballett trat Davidson beim Queen-Musical „We Will Rock You“ im Londoner West End auf. Als die Band in den frühen 80er Jahren ihre größten Erfolge feierte, war er noch nicht einmal geboren. 

Opfer im Schlaf attackiert

Staatsanwalt Richard Hearnden hatte dem „charmanten und charismatischen“ Davidson vorgeworfen, von Frauen „Sex auf Abruf“ erwartet zu haben. Wenn er nicht bekommen habe, was ihm seiner Meinung nach zustand, habe er zu Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegriffen, so der Ankläger. Davidson hatte die Vorwürfe mit einer Ausnahme abgestritten.

© dpa-infocom, dpa:260430-930-16984/1

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