22.04.2021 - 16:55 Uhr
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Digitaler Wandel im Theater – das LTO macht mit

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Die Pandemie fordert vor allem von den Kulturschaffenden neue Wege zu gehen. Jetzt will auch das Landestheater Oberpfalz auch beim neu gegründeten "Theaternetzwerk digital" dabei sein.

Bildtext: Im Staatstheater Augsburg experimentiert man mit VR-Brillen, hier eine Szene aus der Hybrid-Oper "Orfeo ed Euridice".
von Redaktion ONETZProfil

Die Digitalisierung wird vor den Bühnen nicht Halt machen. Davon ist man auch im Landestheater Oberpfalz überzeugt. "Wir wollen aber nicht nur streamen, sondern ausloten, welche künstlerischen Möglichkeiten es gibt", sagt Adrian Wenck, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. Das Theater hat sich schon vor einiger Zeit um eine Förderung durch die Kulturstiftung der Länder bemüht, um die digitale Gesamtentwicklung voranzutreiben, die von der Jury befürwortet wurde. Jetzt hat man auch um eine Aufnahme im "Theaternetzwerk digital" gebeten.

Schon viele Anfragen

Erst vor wenigen Tagen, am 15. April mit 15 Mitgliedern gegründet, gehen derzeit viele Anfragen ein. Tina Lorenz, Projektleiterin für digitale Entwicklung am Staatstheater Augsburg und Initiatorin des "Theaternetzwerk digital" in Kooperation mit der Akademie Dortmund für Theater und Digitalisierung, freut sich über die große Nachfrage. Staats- und Stadttheater, private und freie Theater aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind dabei, große Häuser mit ganz spezifischen digitalen Erfahrungen und kleinere Theater, die sich schon auf den Weg gemacht haben oder mit der Digitalisierung erst beginnen.

Vom Erfahrungsaustausch können alle profitieren. Wichtig ist, dass in einem vertrauensvollen Rahmen, in dem nicht nur über Erfolge, sondern auch über gescheiterte Projekte diskutiert werden kann. Gerade wenn etwas nicht funktioniert, ergeben sich wichtige Lerneffekte. Kleine Häuser haben weniger finanzielle Möglichkeiten, um so wichtiger ist es für sie, umständliche Erfahrungsprozesse zu vermeiden und sich Unterstützung zu holen, um abschätzen zu können, was tatsächlich im eigenen Haus möglich ist.

Zusätzliches Publikum gewinnen

Schon im ersten Lockdown kam die kulturelle Digitalisierung in Gang. Innovative Häuser begannen relativ schnell, über Livestreams den Kontakt zu ihrem Publikum aufrechtzuerhalten und machten die Erfahrung, dass sich durch die digitale Theaterinszenierungen vor allem jungen Menschen begeistern ließen. Matthias Schloderer, seit Februar Geschäftsführer des Stadttheaters Regensburg, davor strategischer Manager an der Staatsoper München, sieht durch die digitale Vermittlung Chancen, zusätzliche Publikumsschichten vor allem bei Menschen zwischen 25 und 45 Jahren zu gewinnen, bei denen Preisermäßigungen wegfallen, die durch Beruf, Familiengründung kaum Zeit für einen Theaterbesuch oder auch Berührungsängste haben. Mit dem Staatstheater Augsburg und der Dortmunder Akademie für Theater und Digitalisierung sind diesbezüglich bei Leuchttürme im neuen Theaternetz. Das Theater Augsburg hat bereits viel Erfahrung mit VR-Brillen. Sieben Inszenierungen, demnächst noch drei weiter, neben Theater, Ballett auch ein Konzert können Zuschauer mittels VR-Brille aus verschiedenen Perpektiven erleben. An der Akademie Dortmund experimentiert man mit der Thematik Mensch-Maschine. www.theaternetzwerk.digital

Der Spielplan 2021 des Landestheaters Oberpfalz

Vohenstrauß

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