Gegen einen Mann, der im vergangenen Juni in Passau seine Frau und Tochter sowie weitere Menschen mit dem Auto angefahren hat, hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen dreifachen versuchten Mordes erhoben. Die zuständige Kammer des Landgerichts Passau habe aber bisher nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Ob und wann es zu einer Hauptverhandlung komme, stehe noch nicht fest. Zuerst hatte die „Passauer Neue Presse“ über die Anklage berichtet.
Der Iraker war Anfang Juni 2025 mit seinem Wagen in einer Straße nahe dem Passauer Hauptbahnhof in eine Menschengruppe auf einem Gehweg gefahren. Fünf Menschen wurden dabei verletzt, darunter die Frau und die damals fünfjährige Tochter des Mannes. Das Motiv lag, wie die Polizei bald mitteilte, wohl im familiären Bereich. Hintergrund könnte demnach ein Streit um das Sorgerecht gewesen sein. Der Mann kam deshalb in Untersuchungshaft. Er befinde sich weiter in der Justizvollzugsanstalt Passau, sagte die Sprecherin.
© dpa-infocom, dpa:260120-930-572867/1













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