05.10.2026 - 09:23 Uhr

Maschinenbau: Zu wenig Aufträge aus dem Inland

Im August fehlen Großaufträge und die Branche spürt den Dämpfer. Was das für Produktion und Auslastung der Anlagen bedeutet – und wann wieder Wachstum erwartet wird.

Der Maschinenbau wartet weiterhin auf einen dauerhaften Aufschwung. (Symbolbild) Bild: Bernd Weißbrod/dpa
Der Maschinenbau wartet weiterhin auf einen dauerhaften Aufschwung. (Symbolbild)

Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer sorgen sich um die anhaltend schwache Nachfrage nach ihren Produkten aus dem Inland. Man mache sich große Sorgen, dass insbesondere die Aufträge aus dem Inland von Monat zu Monat weiter schrumpfen, erklärt der Chefvolkswirt des Branchenverbands VDMA, Johannes Gernandt. „Das zeigt, wie angeschlagen der Standort Deutschland ist und wie dringend es durchgreifende Reformen benötigt.“

Im Monat August musste die exportorientierte Branche einen Dämpfer hinnehmen: Auch wegen fehlender Großaufträge ging der Wert der Bestellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent zurück. Die Order aus dem Ausland schwächelten dabei mit einem Rückgang um 6 Prozent stärker als die Inlandsbestellungen. 

Auf längere Sicht im Plus

Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum Juni bis August sind die Aufträge aus dem Ausland hingegen um 11 Prozent gewachsen, während aus dem Inland ein Rückgang um 1 Prozent registriert wurde. Unter dem Strich legten die Order um 7 Prozent im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum zu. Für die ersten acht Monate dieses Jahres registrierte der Verband einen Zuwachs von 4 Prozent. 

Die Anlagen sind damit weiterhin nicht ausgelastet: Erst vor zwei Wochen senkte der VDMA seine Produktionsprognose für das laufende Jahr auf einen Rückgang um 2 Prozent. Wachstum soll es damit nach vier Jahren Schrumpfung erst 2027 wieder geben.

© dpa-infocom, dpa:261005-930-790429/1

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