14.09.2021 - 14:03 Uhr
MünchenDeutschland & Welt

Maskenpflicht, Testen, Quarantäneregeln und Impfen

Schulalltag in Bayern unter Coronabedingungen. So will die Politik den Präsenzunterricht sicherstellen und eine Verbreitung des Coronavirus eindämmen.

Auch die 12- bis 17 Jährigen sollen ein niederschwelliges Impfangebot an Schulen bekommen.
von Wiebke Elges Kontakt Profil

Sechs Wochen hatten Kinder und Jugendliche in Bayern Sommerferien - nun kehrt der Alltag zurück. Rund 1,64 Millionen Buben und Mädchen gehen wieder in die Schule, darunter 121.000 Erstklässler. Um eine mögliche Corona-Ansteckung zu vermeiden, setzt der Freistaat auf Maskenpflicht und Coronatests an den Schulen. Auch im bayerischen Kabinett stand der Schulstart im Mittelpunkt. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie Schülern, die älter als 12 Jahre sind, in den kommenden Wochen Impfangebote gemacht werden können und wie bei Jüngeren die Infektionsgefahr möglichst gering gehalten werden soll.

Über die Ereignisse der Sitzung haben Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek, Staatsministerin Carolina Trautner, sowie Kultusminister Michael Piazolo informiert.

Impfungen für Schülerinnen und Schüler

Piazolo betonte, dass es für die Schülerinnen und Schüler in diesem Schuljahr mehr Normalität geben soll. Um das zu erreichen, seien Maskenpflicht, Testen, Quarantäneregeln und Impfen weiterhin wichtig. Deshalb sollen auch die 12- bis 17 Jährigen ein niederschwelliges Impfangebot an Schulen bekommen. Dabei soll es eine enge Zusammenarbeit der Schulleiter mit den Impfzentren geben. Das Ziel sei der Präsenzunterricht betont Piazolo. Das niederschwellige Impfangebot für die 12- bis 17-Jährigen soll zeitnah gemacht werden.

Corona-Tests in den Schulen

In den weiterführenden Schulen sollen die Schüler drei mal die Woche einen Antigen-Schnelltest machen. An den Grund- und Förderschulen soll es PCR-Pooltests geben. Diese seien für die kleinen Schülerinnen und Schüler einfacher zu handhaben. Die Probenentnahme geschieht in Bayern durch einen „Lollitest“, bei dem die Schülerinnen und Schüler für 30 Sekunden an einem Abstrichtupfer lutschen wie an einem Lolli. Alle Abstrichtupfer einer Klasse kommen gemeinsam in einen Behälter. Es entsteht eine Sammelprobe. Wenn eine Probe positiv ist, wird genauer geschaut, welche Schülerin oder welcher Schüler coronapositiv ist. Vor dem nächsten Schultag ist das Ergebnis dann bekannt. Piazolo appelliert an alle Eltern, diesem Testverfahren zuzustimmen.

Testkonzept für die Kitas

Auch die Kitas sollen weiterhin offen bleiben, sagt Staatsministerin Carolina Trautner. Dabei soll es weiterhin Antigen-Schnelltests für die Beschäftigten geben. Auch soll es eine Testnachweispflicht für nichtgeimpftes Personal in den Kitas geben.

Die Kommunen können in Zukunft selbst entscheiden, ob sie auf die PCR-Pooltests umsteigen wollen. Falls die Kommunen nicht umsteigen, sollen Eltern ihre Kinder weiterhin zu Hause testen.

Die Delta-Variante des Virus hatte sich in den vergangenen Wochen insbesondere unter den jüngeren Menschen, die nicht geimpft sind, massiv verbreitet. In anderen Bundesländern waren nach dem dortigen Ferien-Ende auch immer wieder Schulen von Corona-Fällen betroffen.

Zu Beginn des Schuljahres ist für den Ablauf des Unterrichts nicht mehr primär die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche maßgeblich, sondern die Auslastung der Krankenhäuser. Bei jüngeren Menschen sind die Krankheitsverläufe verglichen mit älteren Personen zwar meist weniger problematisch, gleichwohl gibt es aber auch hier Risiken, auch hinsichtlich möglicher Langzeitfolgen.

Corona-Lollitests in Kitas

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