13.05.2020 - 17:49 Uhr

Mediziner: Wachsende Zeckengefahr in Bayern

Das Risiko, sich bei einem Zeckenbiss mit FSME zu infizieren, liegt in diesem Jahr um 50 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Mediziner warnen.

Eine Zecke krabbelt auf der Haut eines Menschen. Bild: Patrick Pleul/dpa
Eine Zecke krabbelt auf der Haut eines Menschen.

Mediziner warnen vor wachsenden Gesundheitsgefahren durch Zeckenbisse in Bayern. Das Risiko einer Infektion mit dem Erreger der Hirnhautentzündung FSME liegt demnach um 50 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Davon geht die Bayerische Gesellschaft für Immun-, Tropenmedizin und Impfwesen in München aus.

Grund ist, dass nach Beobachtung der Fachleute in diesem Jahr der Anteil der erwachsenen Zecken an der Gesamtpopulation der Insekten von zehn auf dreißig Prozent gestiegen ist. Zecken tragen den FSME-Erreger im Erwachsenenstadium jedoch fünfmal häufiger in sich als die sogenannten Nymphen, das sind Zecken im Jugendstadium. In Bayern ist nach Daten des Robert-Koch-Instituts nur ein gutes Drittel der Schulkinder gegen FSME geimpft. In den vergangenen Jahren wurden im Freistaat jeweils gut 200 Fälle der gefährlichen Krankheit gemeldet.

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