Update 09.09.2026 - 09:54 Uhr

Merz nennt AfD „destruktive Kraft“

Nach dem Wahldebakel in Sachsen-Anhalt ist Friedrich Merz unter Druck geraten. Ein kämpferischer Kanzler nimmt sich im Bundestag die AfD vor.

„Nirgendwo in Deutschland werden Sie mit dieser Politik die Mehrheit bekommen“, sagte der Kanzler an die Adresse der AfD. Bild: Michael Kappeler/dpa
„Nirgendwo in Deutschland werden Sie mit dieser Politik die Mehrheit bekommen“, sagte der Kanzler an die Adresse der AfD.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat im Bundestag die AfD attackiert und als „destruktive Kraft“ bezeichnet. Die AfD habe in Sachsen-Anhalt nicht die absolute Mehrheit erzielt, sagte der CDU-Vorsitzende bei der Generaldebatte in der Haushaltswoche. „Nirgendwo in Deutschland werden Sie mit dieser Politik die Mehrheit bekommen“, betonte Merz in seiner immer wieder von Zwischenrufen aus der AfD begleiteten Rede. Zwischen der Union und der AfD bestehe ein „tiefer Riss“ in der Außenpolitik, der Europapolitik, der Gesellschaftspolitik und der Friedenspolitik. 

AfD-Chefin Alice Weidel hatte zuvor den Kurs der schwarz-roten Koalition scharf kritisiert.

Merz sagte an die AfD gerichtet, die Wahllokale seien keine sechs Stunden geschlossen gewesen, da habe man den Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt zum ersten „Wahlbetrug“ aufgefordert, als ihm gesagt worden sei, er solle sich doch eine Mehrheit suchen - obwohl er das Wahlversprechen abgegeben habe, nur mit der absoluten Mehrheit der Mandate zu regieren.

© dpa-infocom, dpa:260909-930-655585/3

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