München
16.05.2024 - 14:56 Uhr

Aiwanger: Aus für Galeria-Standort am Regensburger Neupfarrplatz

Der Kampf um die Galeria-Kaufhäuser in Bayern geht weiter. Ein Standort in Regensburg steht allerdings vor dem Aus. Wirtschaftsminister Aiwanger hat kaum noch Hoffnung auf eine Lösung.

Ein beschädigter Schriftzug ist an einer Filiale der Kaufhauskette Galeria Kaufhof in Würzburg zu sehen. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Ein beschädigter Schriftzug ist an einer Filiale der Kaufhauskette Galeria Kaufhof in Würzburg zu sehen.

Für den Weiterbetrieb des Galeria-Kaufhauses in Regensburg am Neupfarrplatz besteht offenbar keine Hoffnung mehr. "Für den Standort ist aus meiner Sicht die Messe gelesen", erklärte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) im Wirtschaftsausschuss des Landtags. Die Gesprächsfäden zwischen dem Vermieter und dem Insolvenzverwalter seien "alle gerissen". Hauptgrund sei, dass es keine Einigung über die Miethöhe und den erforderlichen Investitionsbedarf für die Immobilie gebe. Er wolle weiter versuchen, den Galeria-Standort zu retten, sehe dafür aber derzeit keine Perspektive, betonte Aiwanger. Dabei drängt die Zeit. Ein Beschluss zur Fortführung müsste bis zum 31. Mai gefallen sein. Weiter in Betrieb bleibt dagegen der Standort im Regensburger Donaueinkaufszentrum.

Hoffnung hat Aiwanger dagegen noch für die Galeria-Kaufhäuser in Augsburg und Würzburg, die ebenfalls im Feuer stehen. Hier würden weitere Gespräche laufen. Für Augsburg taxierte Aiwanger die Erfolgschancen auf "51 zu 49", in Würzburg "würde es mich wundern, wenn sich keine Lösung finden würde". In beiden Fällen gebe es aber noch keinen Durchbruch. "Einen grünen Haken dahinter haben wir noch nirgends", sagte Aiwanger.

Unabhängig von den Einzelfällen bemühe sich das Wirtschaftsministerium laut Aiwanger darum, die Rahmenbedingungen für den Betrieb stationärer Kaufhäuser zu verbessern. Es gehe dabei um die Kundenerreichbarkeit in den meist innerstädtischen Lagen und eine höhere Attraktivität zum Beispiel bei den Öffnungszeiten. Deren generelle Ausweitung lehnte Aiwanger ab. Sein Konzept sehe die Einführung von sechs langen Einkaufsabenden bis Mitternacht pro Jahr vor, erklärte er. Zudem müssten die Häuser stationäre und digitale Angebote "intelligent kombinieren". Insgesamt bestehe aber Unsicherheit über die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells Kaufhaus. Die Investitionsbereitschaft der Eigentümer sei daher gering.

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