Bis auf die AfD haben sich im Kulturausschuss des Landtags alle Fraktionen grundsätzlich hinter das Vorhaben von Kunstminister Markus Blume (CSU) gestellt, die Kosten für den Neubau eines Konzertsaales in München durch eine "Redimensionierung" auf 500 Millionen Euro zu drücken. Die Schätzkosten der bisherigen Planung lagen bei zuletzt 1,3 Milliarden Euro. Blume betonte, München habe aktuell keinen erstklassigen Konzertsaal mit Strahlkraft für ganz Bayern. Als Kulturstaat müsse sich der Freistaat aber der internationalen Konkurrenz stellen. Vor diesem Hintergrund sei der Neubau ein "kulturpolitisches Versprechen, das wir einhalten müssen".
Der Ausschussvorsitzende Michael Piazolo (Freie Wähler) sagte, das Konzept für die Neuplanung sei "begrüßenswert". Wichtig sei, dass überhaupt gebaut werde, auch wenn manche Einschnitte in die ursprünglichen Planungen schmerzhaft seien. Stefan Oetzinger (CSU) hob hervor, dass das Projekt wieder auf das Wesentliche konzentriert werde. Das mache es ihm als Oberpfälzer Abgeordneten leichter, sich hinter diesen Konzertsaalneubau in München zu stellen. Sanne Kurz (Grüne) bewertete es als positiv, dass die Neukonzeption nicht nur Spitzenkonzerte aus Weltniveau beinhalte, sondern auch eine Öffnung des Hauses für Künstler aus Bayern und der Welt sowie als Begegnungsraum für die Bürgerschaft.
Ferdinand Mang (AfD) erklärte dagegen, seine Fraktion wolle "keine neue Wohlfühloase für die reiche grüne Bourgeoisie". Das Projekt gehe an den Bedürfnissen der Bürger vorbei. Es gebe in München genügend andere Veranstaltungsräume. Kritik kam auch vom SPD-Haushaltspolitiker Volkmar Halbleib. Er nannte das bisherige Vorgehen der Staatsregierung ein "Debakel", mit dem rund 50 Millionen Euro "in den Sand gesetzt" worden seien. Dass die Finanzierung des Baus künftig "weitestgehend außerhalb des regulären Staatshaushalts" erfolgen solle, bezeichnete er als Risiko für den Freistaat. Zudem vermisse er ein adäquates Kulturprogramm für alle Regionen Bayerns.













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