Beim Maibockanstich im Münchner Hofbräuhaus hat der Kabarettist Django Asül die zurückliegenden Kommunalwahlen humoristisch analysiert. CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder wolle ja einen glücklichen Koalitionspartner, damit es sich angenehm regieren lasse, spottete Asül in seiner Rede - und die Stichwahlen hätten gezeigt, dass das funktioniere. „Resultat der Stichwahlen Freie Wähler gegen CSU: 21 zu 4“, bilanzierte Asül mit Blick auf die Ergebnisse vom vergangenen März.
Er zog dann vom Wahlsieg des Grünen-Politikers Dominik Krause bei der Münchner OB-Wahl eine Linie in die Bundespolitik - über Söder bis hin zu Kanzler Friedrich Merz (CDU): „Führt ein designierter Bürgermeister Krause automatisch zu einem resignierten Ministerpräsidenten Markus Söder?“, fragte Asül und gab selbst die Antwort: „Nein. Ein Markus Söder weiß: Man muss jedem eine Chance geben. Eine Chance zum Scheitern. So handhabt das der Markus sehr erfolgreich mit dem Kollegen Friedrich Merz.“ Die gleiche Fairness dürfe auch Krause erwarten.
Den CSU-Chef begrüßte Asül angesichts der Reibereien in der schwarz-roten Koalition im Übrigen mit den Worten: „ein bestens gelaunter Ministerpräsident Söder, der froh ist, dass er in Bayern sitzt und nicht in Deutschland“. Im Übrigen sei jetzt auch klar, warum die Bundesregierung so viele NGOs ausbremsen wolle: „Weil Schwarz-Rot ist bislang selber eine Nichtregierungsorganisation.“
Es wurde in Asüls Rede an einer Stelle aber auch weltpolitisch. „Die CSU-Idee der Ausländermaut wurde nicht nur hart kritisiert, sondern verunglimpft bis zum Geht-nicht-mehr“, sagte Asül. Und stellte dann fest: „Wo wird dieses Konzept jetzt mit großem Erfolg umgesetzt? In der Straße von Hormus.“
© dpa-infocom, dpa:260414-930-945562/1









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