München
14.03.2024 - 12:09 Uhr

Bayerische Volks- und Raiffeisenbanken steigern Ergebnis

Die bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken haben ihren Betriebsgewinn im vergangenen Jahr von 1,8 Milliarden Euro auf 2,1 Milliarden Euro gesteigert. Die Oberpfälzer Institute haben weniger Grund zur Freude.

Die noch 184 bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken (VR) haben ihre Talsohle durchschritten und im vergangenen Jahr ihre Gewinne spürbar steigern können. Das Gesamtbetriebsergebnis wuchs um 15 Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro, nach Steuern und Abschreibungen blieb davon ein Jahresüberschuss von 515 Millionen Euro übrig (plus 67 Prozent). Verantwortlich dafür waren der gestiegene Zinsüberschuss, ein stabiles Kundengeschäft mit Spareinlagen und eine verbesserte Kosteneffizienz. Der Gesamtumsatz der VR-Banken sank jedoch um 0,5 Prozent auf 207,6 Milliarden Euro. Die 21 Oberpfälzer Institute verloren mit am Ende 24,5 Milliarden Euro im Vergleich zu 2022 insgesamt 0,9 Prozent ihrer Bilanzsumme.

In einer Mitteilung zum Jahresabschluss erklärte der Präsident des Genossenschaftsverbandes Bayern (GVB), Gregor Scheller, die VR-Banken blickten auf ein "erfolgreiches Geschäftsjahr" zurück, das von großen Unsicherheiten und Unwägbarkeiten geprägt gewesen sei. Die Institute hätten sich im Markt gut behauptet. Als positiv wertete Scheller, dass die Spareinlagen der Kunden leicht um 0,4 Prozent zugelegt hätten. Dabei sei eine deutliche Umschichtung von Tagesgeldern hin zu festverzinslichen Sparprodukten zu beobachten gewesen. Deren Umfang habe sich mehr als verdreifacht. Auch die Summe der ausgereichten Kredite habe sich trotz allgemeiner Investitionszurückhaltung bei Unternehmen und Privatkunden erhöht, berichtete Scheller. Auf diesem Segment hätten die Genossenschaftsbanken ihren Marktanteil weiter ausbauen können.

Mit Blick auf die Bilanzdaten betonte Scheller, dass das Geschäftsmodell der genossenschaftlichen Regionalbanken sehr erfolgreich sei. So habe man das "harte Kernkapital" von 19,2 auf 19,9 Milliarden Euro steigern können. Damit hätten die Institute "beste Voraussetzungen", um auch künftig ihre Kunden verlässlich mit Krediten zu versorgen und so die Transformation der Wirtschaft und die notwendigen Investitionen in die Energiewende zu finanzieren. Die Zahl der Beschäftigten sei mit gut 29 300 stabil geblieben, die Zahl der Auszubildenden dabei gestiegen. Damit böten die VR-Banken in allen Regionen Bayerns mit ihren 1742 Geschäftsstellen (minus 66) "sichere und heimatnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze", erklärte Scheller.

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