Der Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka bleibt Vorsitzender der bayerischen AfD. Nach einem erbittert geführten internen Machtkampf wurde der Niederbayer auf einem Landesparteitag in Passau im Amt bestätigt. Und das mit großer Mehrheit, weil es am Ende keinen Gegenkandidaten gab: Protschkas Bundestags-Kollege Reinhard Mixl, der eine Bewerbung angekündigt hatte, trat am Ende doch nicht an. Für Protschka stimmten nach Angaben des Wahlleiters dann gut 79 Prozent der anwesenden Mitglieder.
Ende eines erbitterten Machtkampfs
In den vergangenen Wochen hatte hinter den Kulissen ein erbitterter Machtkampf getobt. Dies gipfelte etwa in einem Brief des Teams Protschka an den AfD-Bundesvorstand. Beklagt wurde darin „der gezielte Versuch externer Netzwerke, die freie Willensbildung unseres stärksten Landesverbandes zu kapern“. Der Landesvorsitzende sah sich Druck und Drohungen ausgesetzt.
Beispiellos gestaltete sich schon der Beginn des Parteitags. Nicht wie sonst üblich der Landesvorsitzende, sondern andere Vorstandsmitglieder wollten den Tätigkeitsbericht des Landesvorstands vorstellen, möglicherweise gemeinsam. Der Parteitag stimmte dann aber mit großer Mehrheit für den Antrag eines Mitglieds, dass allein Protschka für den Bericht das Wort erteilt werden soll.
Spätestens da zeichnete sich ab, dass Protschka mit einer Mehrheit würde rechnen können. Ob und wann Mixl sich entschied, anders als angekündigt doch nicht zur Vorsitzendenwahl anzutreten, wurde zunächst nicht bekannt.
© dpa-infocom, dpa:260620-930-252750/3




















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