Ende 2022 ist die Zahl der Beschäftigten im Freistaat um gut 266.000 über dem Niveau von 2018 gelegen. Das berichtete Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) Aiwanger auf einer Pressekonferenz in München. Als "stabiler Fels in der Brandung" habe sich dabei der Mittelstand erwiesen. Als Gründe für die unerwartet positive Entwicklung nannte Aiwanger die Wirkung der kurzfristigen Liquiditätshilfen zu Beginn der Pandemie, die insgesamt nur kurzen Lockdown-Phasen und das Durchhaltevermögen der Betriebe. Diese hätten sich unter bewusstem Verlust aufgebauter Substanz "nach der Decke gestreckt".
2022 seien in Bayern knapp 20.000 Betriebe mehr gegründet als geschlossen worden. Mit diesem Saldo habe der Freistaat bundesweit an der Spitze gelegen, sagte Aiwanger. Allein im Handwerk sei die Zahl der Betriebe um gut 6000 auf 210.600 gewachsen. Auch die mittelständische Industrie sei "klar auf Erholungskurs". Dort habe der Beschäftigtenrückgang während der Pandemie fast wieder wettgemacht werden können. Der Tourismus stehe annähernd wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. Insgesamt hätten die Unternehmen in Bayern weniger Überbrückungsdarlehen und Hilfskredite gebraucht als befürchtet.
Von der Bundesregierung forderte Aiwanger rasch Klarheit über den weiteren wirtschafts- und steuerpolitischen Kurs. Mit ihrer "unternehmensfeindlichen Politik" trage diese erhebliche Verunsicherung in die Unternehmen. Aiwanger forderte Steuerentlastungen für Betriebe und Geringverdiener sowie die Absenkung des Industriestrompreises auf netto vier Cent je Kilowattstunde. Zur Finanzierung schlug er nicht abgerufene Hilfen aus dem "Doppelwumms" der Bundesregierung vor. Die Steuersenkungen würden sich durch die damit ausgelöste Steigerung des Konsums selbst tragen.













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