Die Zahl der Pendlerinnen und Pendler nach München ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. 461.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte kamen 2025 aus anderen Orten zur Arbeit in die bayerische Landeshauptstadt - gut 3.000 mehr als im Vorjahr und so viele wie in keiner anderen deutschen Großstadt, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) mitteilte. Für die Auswertung nutzte das Institut Daten der Bundesagentur für Arbeit.
Als Gründe nannte BBSR-Experte Thomas Pütz die gute Jobsituation in München bei hohen Wohnkosten und Wohnungsmangel in der Landeshauptstadt. Viele Menschen nehmen deshalb weite Wege aus dem Umland in Kauf. Das galt demnach unter anderem für Landkreise wie Landsberg am Lech oder Pfaffenhofen an der Ilm, in denen die durchschnittliche Distanz zum Arbeitsplatz der Auswertung zufolge knapp 27 Kilometer betrug - fast 10 Kilometer mehr als im bundesweiten Schnitt.
Nicht nur nach Nürnberg pendeln weniger Menschen
Das Bundesinstitut analysiert aber nicht, wie oft die betreffenden Arbeitnehmer ins Büro oder die Fabrik fahren, und auch nicht, welche Verkehrsmittel sie dafür nutzen. Mit Blick auf Homeoffice-Möglichkeiten kann die Zahl der Menschen, die tatsächlich täglich nach München zur Arbeit fährt, also niedriger liegen.
Die Zahl der Pendler ist der Auswertung zufolge zwar auch bundesweit gestiegen, allerdings nicht in allen bayerischen Großstädten. In Nürnberg zum Beispiel fiel sie laut BBSR gegenüber 2024 um etwa 1.200 auf 166.000 Menschen. In Ingolstadt sank die Zahl um etwa 700, in Augsburg um etwa 200. Für Regensburg verzeichnete das Institut dagegen einen leichten Anstieg um 900 Pendlerinnen und Pendler - ebenso in Würzburg (plus 1.400), Erlangen (plus 600) und Fürth (plus 300).
© dpa-infocom, dpa:260909-930-655531/1













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