Die Grünen waren 2023 im Jahr der Landtagswahl am häufigsten Opfer von politisch motivierten Attacken gegen ihre Parteieinrichtungen und -mitglieder, danach folgten Einrichtungen und Repräsentanten von AfD und CSU. Das geht aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Richard Graupner hervor. Insgesamt registrierten die bayerischen Sicherheitsbehörden 1624 Übergriffe. Die meisten davon (1047) betrafen das Beschädigen, Beschmieren und Stehlen von Wahlplakaten der Parteien.
Während grundsätzlich die meisten Straftaten gegen die Grünen gerichtet waren, wurden Vertreter der AfD am häufigsten Opfer von tätlichen Angriffen mit Körperverletzung. Hier weist die Statistik bayernweit 23 Fälle aus, 21 davon gegen die AfD, zwei gegen die Grünen. Bei den Attacken unter der Schwelle der Körperverletzung waren wiederum die Grünen am häufigsten Leidtragende. Gegen ihre Repräsentanten wurden 215 Angriffe gezählt, 116 betrafen die AfD, 85 die CSU, 43 die SPD und 27 die FDP. Auf die sonstigen Parteien entfielen 55 Attacken. Zu den Sonstigen zählen hier auch die Freien Wähler, weil die bundesweit einheitlich geführte Statistik nur Parteien einzeln auflistet, die auch im Bundestag vertreten sind. Nach Attacken auf die Linke hatte Graupner nicht explizit gefragt.
Angriffe auf Parteibüros und -einrichtungen wurden der Polizei im vergangenen Jahr 46 gemeldet. Es handelte sich dabei hauptsächlich um einfache Sachbeschädigungen. Brand- und Sprengstoffanschläge gab es nicht. Betroffen von den Attacken waren in 22 Fällen die Grünen, neun Mal die SPD, sechs Mal die CSU, fünf Mal die AfD, vier Mal die FDP und ein Mal eine der sonstigen Parteien. Bei den Straftaten unter der Rubrik "Wahlplakat" brachten die Grünen 364 Fälle zur Anzeige, die AfD 271, die CSU 214, die SPD 117 und die FDP 75. Die sonstigen Parteien waren 183 Mal betroffen.













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