Es ist wieder Spargelzeit: Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber appelliert an die Menschen im Freistaat, beim Kauf auf heimische Produkte zu setzen. Spargelstechen sei „verdammt harte Arbeit“ und Spargel aus der Region „jeden Cent wert“, sagte die CSU-Politikerin auf dem Münchner Viktualienmarkt, wo sie zusammen mit Spargelkönigin Franziska Schweiger symbolisch den ersten Spargel stach.
Die Verbraucherinnen und Verbraucher könnten mit dem Einkaufskorb Politik machen, indem sie Gemüse aus bayerischer Landwirtschaft und somit kurze Transportwege, Transparenz und Frische wählten, sagte Kaniber. Zudem sei Spargel nicht nur ein Genussmittel, sondern auch gesund. Wer überdies im Wirtshaus Spargel bestellt, unterstütze die heimische Gastronomie.
Spargel lasse sich auch auf wunderbare Weise mit weiteren heimischen Produkten kombinieren: „Spargel mit bayerischen Kartoffeln und einem Glas fränkischen Wein – das ist gelebte Genusskultur und ein starkes Zeichen für regionale Wertschöpfung“, sagte die Ministerin.
Einen positiven Start in die Saison sieht Claudia Westner, Vorsitzende des Spargelerzeugerverbands Südbayern: „Die kühleren Temperaturen in der vergangenen Woche haben zwar das Wachstum etwas gebremst, wirken sich aber auch positiv auf die Entwicklung der Pflanzen aus.“ Der Spargel wachse jetzt gleichmäßiger, und erste Ernten zeigten bereits ein gutes Qualitätsniveau.
Aufwärtstrend bei Anbauflächen
Im Langzeitvergleich seit 2018 sind in Bayern nach Zahlen des Landesamtes für Statistik die Anbauflächen zwar kontinuierlich zurückgegangen. Jedoch gibt es seit 2023 wieder einen Aufwärtstrend. 2024 wurde auf 2.945 Hektar Spargel angebaut, 2025 waren es 3.292 Hektar. Auch die Erntemenge ist 2025 mit rund 20.700 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr wieder gestiegen. 2018 waren aber noch fast 23.400 Tonnen geerntet worden.
Das größte zusammenhängende Anbaugebiet liegt in Oberbayern und Schwaben, vor allem rund um Schrobenhausen. Weitere wichtige Spargelgebiete sind Franken sowie in Niederbayern die Region rund um Abensberg und Straubing.
© dpa-infocom, dpa:260401-930-894930/2













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