01.08.2026 - 15:18 Uhr

Nächste Met-Gala feiert Galliano

Jedes Jahr organisiert das New Yorker Metropolitan Museum eine große Mode-Ausstellung und eröffnet sie mit der berühmten „Met Gala“. Der Stargast für das kommende Jahr ist umstritten.

Der umstrittene Designer wird vom Metropolitan Museum in New York geehrt. (Archivbild) Bild: Bruno Pellerin/Maxppp/epa/dpa
Der umstrittene Designer wird vom Metropolitan Museum in New York geehrt. (Archivbild)

Das New Yorker Metropolitan Museum ehrt den umstrittenen Modedesigner John Galliano (65). Mit der berühmten „Met Gala“ solle im kommenden Jahr eine Ausstellung über sein Werk eröffnet werden, teilte das Museum am Central Park in Manhattan mit. Es handele sich um die erste große Museumsschau über das Werk von Galliano - „einem der erfinderischsten und einflussreichsten Designer der vergangenen vier Jahrzehnte“. 

Der 1960 in Gibraltar geborene Designer war unter anderem Chefdesigner bei den Modehäusern Givenchy, Dior sowie der von ihm gegründeten und nach ihm benannten Marke John Galliano. 2011 trennte sich Dior jedoch von Galliano, weil der Brite in einer Bar in Paris betrunken mehrere Gäste mit antisemitischen Äußerungen beleidigt hatte.

Galliano wäre erst dritter lebender Designer mit „Met Gala“-Ehrung

Galliano wurde zu einer Geldstrafe auf Bewährung verurteilt und sprach offen über seine langjährige Drogen- und Alkoholsucht. Seit einigen Jahren tastet sich der Designer wieder ins Arbeitsleben zurück. Der Skandal solle ebenfalls Teil der Ausstellung sein, hieß es vom Metropolitan Museum. 

In der langen Geschichte der „Met Gala“ wurden erst zwei zum Zeitpunkt der Veranstaltung lebende Designer geehrt: Yves Saint Laurent und Rei Kawakubo.

Der oft als „Party des Jahres“ bezeichnete „Met Ball“ ist eine alljährliche Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums. Mit dem starbesetzten Spektakel, das traditionell am ersten Montag im Mai stattfindet, wird immer eine Mode-Ausstellung eröffnet. 

Die auf mehrere Millionen Dollar geschätzten Einnahmen des „Costume Institute Benefit“ bilden das Jahresbudget des Instituts, das inzwischen nach der langjährigen „Vogue“-Chefin Anna Wintour benannt ist.

© dpa-infocom, dpa:260801-930-471200/1

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