Warum das neue Jahrzehnt ein richtig gutes werden könnte

Die 20er-Jahre kommen. Beim Blick zurück vor 100 Jahren wird vielen bange. Doch es gibt jede Menge Grund zu Hoffnung, meint Frank Werner.

Feuerwerk am Brandenburger Tor in Berlin.
von Frank Werner Kontakt Profil
Kommentar

Die Goldenen Zwanziger sind ein Mythos. Natürlich gibt es Parallelen, wenn man die Geschichte so lesen will. Die einen feiern rauschende Partys, ein Leben auf der Überholspur. Auf der andere Seite politische Instabilität, eine riesige Schere zwischen Arm und Reich, immer größer werdende Arbeitslosigkeit. Wohin das vor 100 Jahren letztendlich geführt hat, ist bekannt. Und heute? Die Schwarzmaler sind wieder am Start. Sie sehen Deutschland vor dem Abgrund. Und haben auch schon die Schuldigen für das vermeintlich bevorstehende Chaos ausfindig gemacht. Flüchtlinge. Die EU. Die da oben. Politiker generell. Und Angela Merkel allen voran. Es ist höchste Zeit, den Verschwörungstheoretikern und Untergangsphilosophen die Meinung zu geigen. Fakt ist: Wirtschaft und Sozialsysteme sind nicht zu vergleichen mit den Gegebenheiten vor 100 Jahren. Sie sind stabil. Die Demokratie mit all ihren Schwächen ist ein Erfolgsmodell. Niemand jenseits der 75 Jahre in Deutschland hat einen Krieg erlebt. Es gibt neue Herausforderungen. Digitalisierung und Globalisierung verändern unseren Alltag in rasendem Tempo. Der Klimawandel ist die größte Herausforderung für unsere Zunft. Die Probleme sind erkannt, sie werden angegangen. Spät, aber sicher nicht zu spät. Was am meisten Hoffnung macht: Die Jugend von heute wird deutlich politischer. Sie stellt Fragen. Sie legt Finger in die Wunden. Wir müssen sie ernst nehmen, gemeinsam an Lösungen arbeiten. Die Generationen Hand in Hand. Das ist der Masterplan für die Zukunft. Wenn alle ohne Angst daran arbeiten, steht uns ein richtig gutes Jahrzehnt bevor.

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