Söder beim Bezirksparteitag der CSU: "Ich kämpfe für dieses Land"

Neumarkt i. d. Opf.
23.07.2022 - 09:57 Uhr

Die CSU Oberpfalz traf sich zum Bezirksparteitag in Neumarkt. Höhepunkt: Die rund einstündige Rede von Ministerpräsident Markus Söder.

Die Bundestagsabgeordneten Martina Englhardt-Kopf (links) und Susanne Hierl (rechts) mit Markus Söder auf dem Bezirksparteitag der CSU in Neumarkt.

Von Helmut Sturm

Im schattigen Innenhof des Neumarkter Museums für historische Maybach-Fahrzeuge ließ es sich angenehm auf den Parteivorsitzenden Markus Söder warten. Die Eröffnung des Bezirksparteitages in Neumarkt musste warten. Staatsminister und Vorsitzender des CSU-Bezirks Oberpfalz, Albert Füracker, nutzte die halbe Stunde und gab erste Interviews und begrüßte Weggefährten.

Irgendwoher kam der Ruf: "Er kommt." Und die mehreren hundert Delegierten und geladenen Gäste nahmen ihre Plätze im großen Saal des Museums ein. Zu sehen war erst nur ein sich eilig bewegendes Knäuel von Menschen, begleitet von grellen Scheinwerfern und dem Blitzlichtgewitter der Fotografen.

"Miteinander für unsere Heimat"

Musik spielte auf, die Menschen erhoben sich applaudierend von ihren Plätzen und der Parteivorsitzende und Ministerpräsident Markus Söder tauchte ein in das Bad der vor Begeisterung klatschenden Menge, begrüßte Parteifreunde und schaffte es zügig aufs Podium. Der Bezirksparteitag 2022 in Neumarkt war eröffnet. Er steht unter dem Motto: „Miteinander für unsere Heimat Oberpfalz“.

Füracker begrüßte das glänzend aufgelegte Parteivolk und die Gäste. „Es geht doch nichts über persönliche Begegnungen. In den vergangenen schwierigen Jahren haben wir uns dadurch ausgezeichnet, dass wir gut waren.“ Inmitten der Krise stellte er eine deutlich spürbare Aufbruchstimmung fest: „Wir handeln, anstatt nur zu reden. Bayern steht auch deswegen gut da. Danke für eure Solidarität.“

Söder im Wahlkampfmodus

Großer Applaus brandete auf, als Söder ans Mikrofon schritt und unverzüglich in den Wahlkampfmodus schaltete. „Ich kämpfe für dieses Land.“ Als der Tsunamie in Form eines nie dagewesenen Virus über Nacht über unser Land hereingebrochen sei, habe man gehandelt und das Motto "Näher am Menschen" umgesetzt. „Wir sind auf die Menschen zugegangen. Wir haben von ihnen schwere Einschränkungen verlangt, aber dadurch über 130.000 Leben retten können“, sagte Söder. Und in Bezug auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine: „In diesem Krieg geht es auch um unsere Freiheit.“

Kritik an Ampel-Regierung

Der Parteivorsitzende läuft zur Hochform auf und schießt sich auf die Ampel in Berlin ein. Schwer kritisiert er die Energiepolitik der Regierung und fragt nach dem Rettungsschirm für kommunale Energieunternehmen. Weiter warnte er vor Schwarz/Grün in Bayern: "Wir wollen weiterhin ein freies Land sein und nicht, auch nicht indirekt, aus Berlin domestiziert werden." Stehender Applaus war der Lohn für seine einstündige Rede. Direkt im Anschluss rauschte er ab zum nächsten Auftritt.

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