10.05.2019 - 11:50 Uhr
NürnbergDeutschland & Welt

Anspruch und Unterhaltung gehen Hand in Hand

Das Staatstheater Nürnberg präsentierte bei einer Pressekonferenz den Spielplan der Saison 2019/2020. Es ist die zweite Spielzeit des neuen Führungsteams an dem Drei-Sparten-Haus um Staatsintendant Jens-Daniel Herzog und GMD Joana Mallwitz.

Staatstheater Nürnberg Unser Foto zeigt eine Szene aus der Oper "Lohengrin", die im Mai 2019 Premiere feierte. Im Bild (v.li.n.re.): Mitte: Daeho Kim (Heerrufer des Königs) und Ensemble
von Günter KuschProfil

"Inventare il vero", das Wahre finden, will Jens-Daniel Herzog. So brachte es der Staatsintendant bei der Vorstellung des neuen Spielplans auf den Punkt. Mit dem Zitat aus der Oper "Don Carlos" gewährte bei einer Pressekonferenz im Staatstheater einen Blick hinter die Kulissen der nächsten Saison 2019/2020. Was er sich für seine zweite Spielzeit in Nürnberg besonders wünscht? "Dass Anspruch und Unterhaltung stets Hand in Hand gehen", betont Jens-Daniel Herzog.

Mit Verdis "Don Carlos" wird am 29. September die Spielzeit im Opernhaus eröffnet. Herzog inszeniert das Werk in seiner französischen Originalfassung, und Generalmusikdirektorin Joana Mallwitz übernimmt die musikalische Leitung. Als weitere Höhepunkte folgen am 26. Oktober Leonard Bernsteins Erfolgsmusical "West Side Story", die Frühbarockoper "La Calisto" von Francesco Cavalli am 23. November und am 18. Januar Massenets Sittengemälde "Manon", inszeniert von der renommierten Opern-Regisseurin Tatjana Gürbaca.

Im Schauspiel richtet sich der Fokus auf den Themenkomplex Sexualität, Macht und Identität. Eröffnet wird die Spielzeit mit Jan Philipp Glogers Inszenierung von „Die Besessenen“ (Premiere 28. September) nach den „Bacchen“ des Euripides, bearbeitet von Roland Schimmelpfennig. Es folgen das Rechercheprojekt "Sex Arbeit" am 23. Januar und Ibsens "Nora" am 2. November, bei dem Frauenbilder zwischen Unterdrückung und Widerstand unter die Lupe genommen werden. Die Männer stehen beim Liederabend "Alpha" im Mittelpunkt (Premiere 22. November) und in der deutschsprachigen Erstaufführung von "The Legend of Georgia McBride" am 25. Januar. Zu den Klassikern zählen Shakespeares "Was ihr wollt" (3. Juli 2020 und Arthur Schnitzlers "Reigen" am 17. Mai.

In dem Doppelabend „Strawinsky – Petruschka und Sacre“ (Premiere: 21. Dezember) nimmt das Ballett mit Igor Strawinsky ein Zentralgestirn der Ballettkomponisten in den Fokus. Für „Naharin/Clug/Montero“ (Premiere: 24. April) kehrt Meisterchoreograf Ohad Naharin nach seinem furiosen „Minus 16“ (2015) nach Nürnberg zurück. Als dritte Premiere hat Ballettdirektor Goyo Montero die jungen Tanzschaffenden Bryan Arias und Joseph Hernandez beauftragt, Choreographien unter dem Titel „Made for us III“ (Premiere: 20. Juni 2020) zu präsentieren.

Der Vorverkauf für die Vorstellungen im September und Oktober 2019 beginnt am 1. Juli. Tickets gibt es über die Hotline 0180-1-344-276 (Festnetz 3,9 ct/Min, Mobil bis zu 42 ct/Min) und über die Homepage www.staatstheater-nuernberg.de

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