Nürnberg
Update 23.05.2026 - 06:05 Uhr

Brand in Turnhalle – Löscharbeiten sollen ganzen Tag dauern

Rauchwolken steigen aus dem Dach einer Sporthalle auf. Feuerwehrleute versuchen, die Flammen zu löschen. Doch die Löscharbeiten sind schwierig.

Ein Feuerwehrmann wird bei den Löscharbeiten leicht verletzt. (Symbolbild) Bild: Marijan Murat/dpa
Ein Feuerwehrmann wird bei den Löscharbeiten leicht verletzt. (Symbolbild)

Nach dem Brand einer Nürnberger Schulsporthalle werden die Löscharbeiten voraussichtlich noch den ganzen Tag dauern. Das Dach der Halle stand in der Nacht komplett in Flammen und stürzte ein, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Feuerwehr war demnach mit einem Großaufgebot im Einsatz. 

Das Feuer war am Freitagabend in der Turnhalle auf dem Gelände einer Grundschule ausgebrochen. Den Angaben zufolge griffen die Flammen auf die gesamte Dachkonstruktion im Inneren der Halle über. Von vier Drehleitern aus versuchten Feuerwehrleute, ein Übergreifen des Brandes auf Nachbargebäude zu verhindern. Bei dem Einsatz wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. 

Blechverkleidung und Oberleitung herausfordernd

Ein Sprecher der Feuerwehr geht davon aus, dass der Einsatz noch den ganzen Tag dauern könnte, bis alle Glutnester gelöscht sind. Die Einsatzkräfte mussten unter anderem die Blechverkleidung der Halle aufwendig abmontieren, um auch die letzten Glutnester löschen zu können. Zudem waren den Angaben nach die Oberleitungen der angrenzenden Straßenbahn herausfordernd. Sobald alles gelöscht ist, sollen Brandermittler der Polizei die Halle inspizieren.

Zeitweise waren knapp 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Feuerwehrleute seien aufgrund der langen Einsatzdauer in der Nacht von Kollegen abgelöst worden, um sich ausruhen zu können, hieß es. Sie sollen aber im Laufe des Tages wieder zurückkehren und dann wiederum ihre Kollegen ablösen. 

Gefährlicher Rauch

Bereits als die Feuerwehrleute ankamen, sollen große Rauchwolken über der Turnhalle aufgestiegen sein. Zur Sicherheit wurde die Bevölkerung über verschiedene Warn-Apps aufgefordert, Fenster sowie Türen geschlossen zu halten. Laut den Einsatzkräften drückte der giftige Rauch in die Straßen der Innenstadt. Die Feuerwehr warnte, der Rauch könne zu Atemwegsreizungen, Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit führen. Inzwischen ist die Warnung aufgehoben. 

Hilfsorganisationen forderten Schaulustige auf, das Einsatzgebiet zu verlassen. Sie gefährdeten sich selbst, behinderten die Einsatzkräfte und erschwerten die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienst.

Warum das Feuer ausbrach, blieb zunächst unklar. Ebenso konnte die Polizei die Höhe des Schadens bislang nicht beziffern.

© dpa-infocom, dpa:260522-930-118855/3

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