13.11.2019 - 14:49 Uhr
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Jens Keller soll den 1. FC Nürnberg in "ruhiges Fahrwasser" bringen

Jens Keller ist der neue Mann auf der Trainerbank beim 1. FC Nürnberg. Der 48-Jährige muss die Länderspielpause nutzen, um den Club wieder in "ruhiges Fahrwasser" zu bringen. Dann geht es zum Derby nach Fürth.

Er ist der neue auf der Trainerbank beim 1. FC Nürnberg: Jens Keller beerbt Ex-Coach Damir Canadi. Am Mittwoch hat der Club den 48-Jährigen offiziell vorgestellt.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Viel habe er noch nicht von der Stadt gesehen, dafür ist Jens Keller umso mehr von den Bedingungen und Möglichkeiten rund um den 1. FC Nürnberg begeistert. "Besser geht es nicht. Daran kann es nicht liegen", erklärte der 48-jährige gebürtige Stuttgarter bei der Vorstellung als neuer Trainer beim Club am Mittwoch.

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Nach der 1:3-Pleite gegen Bochum hatten sich die Franken vor rund einer Woche von Damir Canadi getrennt. Der Club sei ein toll aufgestellter Verein. "Ich freue mich, da herangehen zu dürfen."

Rückschläge im Spiel verarbeiten

Woran liegt es dann, dass der 1. FC Nürnberg ins untere Tabellendrittel abgerutscht ist? Keller, der zuletzt beim FC Ingolstadt 04 gearbeitet hat, beobachtete aus der Entfernung eine Mannschaft, "die Gas gibt, aber schwer mit Rückschlägen im Spiel zurechtkommt" und dann häufig ins sich zusammenbreche. "Man sieht eine deutliche Verunsicherung." Nun gelte es, an den einzelnen Stärken der Spieler zu arbeiten.

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Das sei einer der Punkte gewesen, weshalb sich Sportvorstand Robert Palikuca die Verpflichtung Kellers vorstellen konnte. "In den Gesprächen ging es um unsere momentanen Probleme und wie man die fehlende Stabilität angehen kann." An dem mittelfristigen Ziel, dass der Trainer eine Mannschaft formt, die "perspektivisch im oberen Tabellendrittel" mitmischt, habe sich nichts geändert. Aber jetzt gehe es erst einmal darum, "in dieser Saison in ruhiges Fahrwasser zu kommen".

Debüt beim Derby gegen Fürth

Laut Palikuca passt Keller ins Trainerschema, da dieser "in der jüngsten Vergangenheit in der 2. Liga gearbeitet und das Optimum aus den Spielern herausgeholt hat". Ein Beispiel dafür sei Union Berlin. "In Schalke hat Keller wiederum gezeigt, dass er junge Spieler entwickeln kann."

Daher sei es für Keller zunächst auch kein Thema gewesen, weitere Spieler in der Winterpause einzufordern - nicht einmal einen Torwart. "Ich werde mir in den kommenden Wochen ein Bild machen. Aber ich bin überzeugt von der Mannschaft." Er wolle mit denjenigen arbeiten, die da sind. Der Verein habe intensiv über das Torhüter-Problem gesprochen. "Aber ein vereinsloser Torwart kann unter Umständen auch nicht gleich helfen."

Gut eineinhalb Wochen hat Keller nun Zeit, ehe sein Debüt mit dem Derby in Fürth ansteht. "Das ist geil. Es gibt doch nichts Schöneres für einen Fußballer bei dieser Stimmung auf dem Platz zu stehen." Er freue sich, dass es gleich gegen den Nachbarn zur Sache gehe. Dann erleben die Fans möglicherweise schon Kellers Philosophie, die er der Mannschaft mitgeben möchte: "Ein aggressives Umschaltspiel und Arbeiten gegen den Ball. Dabei soll das Team kompakt stehen." Und vor allem soll sie wieder Spaß am Spielen haben.

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